Dying Light 2: War es zu viel AAA? Franchise Director gesteht Fehler ein
Dying Light 2 Stay Human war kommerziell ein Erfolg, doch die Herzen der Fans hat das Spiel nicht im Sturm erobert. Jetzt gesteht Franchise Director Tymon Smektala ein, dass Techland bei der Entwicklung des Nachfolgers einige Fehler gemacht hat. War der Versuch, ein breiteres Publikum anzusprechen, ein Schuss nach hinten? Und was bedeutet das für die Zukunft der Reihe?
„Wir waren ein Underdog-Studio“: Der Erfolg von Dying Light 1 kam überraschend
Im Gespräch über den kommenden Release von Dying Light: The Beast sprach Tymon Smektala darüber, dass das Studio Techland nicht erwartet hatte, dass das ursprüngliche Dying Light so populär und beliebt werden würde. Im Gespräch mit GamesRadar erwähnte Smektala, dass Techland damals ein kleineres Studio war und sich als Underdog sah. Smektala sagte: „Als wir Dying Light 1 veröffentlichten, waren wir dieses Underdog-Studio, von dem niemand erwartet hatte, dass es ein so geiles Spiel wie Dying Light machen würde.“
Kommerziell erfolgreich, aber… „Wir haben die Dying Light DNA geopfert!“
Weiter in dem Interview räumte er erneut ein, dass das Studio einige der Aspekte, die Dying Light so beliebt gemacht haben, bei der Arbeit an Dying Light 2 Stay Human zurückgelassen hatte. Smektala fuhr fort, dass Dying Light 2 Stay Human zwar „ein kommerzieller Erfolg war“, aber dass „wir vielleicht einige Fehler gemacht haben“. Einer dieser Fehler, so merkte er an, war der Versuch, ein breiteres Publikum für die Fortsetzung zu gewinnen, indem das Spiel zugänglicher gemacht wurde, aber er räumt auch ein, dass das Studio „einige der Dying Light DNA geopfert hat“.
„Unsere Fans sagten uns: ‚Das ist es nicht, das ist es nicht, was euch so besonders gemacht hat'“, sagte Smektala und bezog sich dabei auf den Wunsch des Studios, mit Dying Light 2 Stay Human ein ausgefeilteres AAA-Erlebnis zu bieten. Letztendlich strebt das Studio nun jedoch an, den Spielern beides zu bieten – Polish sowie die Kern-DNA von Dying Light.
„Wir wollen beides liefern“: Die Zukunft von Dying Light
„Wir wollen beides liefern“, sagte er. „Wir wollen die AAA-Qualität liefern, aber gleichzeitig wollen wir den Beweis erbringen, dass unser Mojo nicht weg ist. Und wenn die Spieler sagen: ‚Wow, das fühlt sich an wie Dying Light 1, und es sieht so fantastisch aus, es ist so ein ausgefeiltes Spiel‘, dann denke ich, dass wir sehr, sehr glücklich sein werden.“
Diese jüngsten Kommentare spiegeln das wider, was Smektala bereits Anfang des Monats über einige der Entscheidungen gesagt hatte, die das Studio bei der Entwicklung von Dying Light 2 Stay Human getroffen hatte. „Mit [Dying Light 1] ist es uns wirklich gelungen, ein Spiel zu schaffen, in dem jedes Teil zusammenpasste, und vielleicht haben wir das nicht genug gewürdigt“, sagte Smektała. „Dying Light 1 war ein Spiel für unsere Kern-Community. Es war ein Hardcore-Survival-Horror, Open-World, Action-Adventure mit sehr starken Survival-Aspekten. Für Dying Light 2 haben wir das vergessen. Das Spiel war ein kommerzieller Erfolg, aber die Spieler, die uns am nächsten stehen sollten, sagten, wir hätten irgendwie die Schärfe verloren, wir hätten die Bedrohung verloren, wir hätten den Horror verloren, wir hätten die Spannung verloren.“
Er sprach auch darüber, wie das Studio Dying Light: The Beast eher als eine richtige Fortsetzung denn als ein Spin-off ansieht, trotz des Ursprungs des Titels als Erweiterung für Dying Light 2 Stay Human. „Vielleicht hat das Projekt mit einer etwas kleineren Ambition begonnen, aber wir waren so begeistert von Kyle Cranes Rückkehr“, sagte er. „Wir waren so begeistert davon, was wir tatsächlich mit dieser neuen Iteration der Engine machen können, wie zuversichtlich wir uns in Bezug auf die Gameplay-Mechaniken fühlen.“ Dying Light: The Beast erscheint am 22. August für PC, PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series X/S.

