DWS unter Druck: Millionenbuße wegen Greenwashing-Vorwürfen verhängt
Die Deutsche-Bank-Fondsgesellschaft DWS sieht sich mit einer signifikanten Strafe konfrontiert, nachdem die Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug ermittelte. Eine finanzielle Sanktion von 25 Millionen Euro wurde der DWS auferlegt, da sie angeblich ihre nachhaltigen Finanzprodukte 'grüner' darstellte, als sie tatsächlich waren. Dieses Phänomen ist als 'Greenwashing' bekannt und wurde seit Längerem seitens verschiedener Stellen beanstandet.
Die DWS zeigte sich erleichtert über den Abschluss der Untersuchungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft und betonte, dass sie bereits an der Verbesserung ihrer Dokumentations- und Kontrollprozesse arbeite. Angesichts der steigenden Bedeutung von nachhaltigen Investitionen, nicht zuletzt aufgrund des Drucks der EU-Taxonomie, hat die Fondsindustrie zahlreiche ESG-Produkte lanciert. Dennoch bleibt häufig unklar, welche Investitionen tatsächlich als nachhaltig gelten, was die Branche vor Herausforderungen stellt.
Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Staatsanwälte mehrfach die Frankfurter Büros der DWS. Die Fondsgesellschaft hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen, jedoch signifikante Umstrukturierungen vorgenommen: So ersetzte Stefan Hoops im Juni 2022 den damaligen Chef Asoka Wöhrmann. Die Untersuchung ergab, dass die von DWS geäußerten Marketingaussagen über ihre ESG-Kompetenzen nicht der Realität entsprachen.

