Dürr blickt optimistisch auf das Jahresende: Verbesserte Ergebnisse trotz Quartalsdelle
Der deutsche Maschinenbaukonzern Dürr hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr erneuert und erwartet signifikante Verbesserungen bei Auftragseingang und Umsatz im vierten Quartal. Trotz eines Rückgangs des Auftragseingangs im dritten Quartal von über 30 Prozent auf 762,5 Millionen Euro, bleibt das Unternehmen zuversichtlich. Die sehr zeitgeistigen und komplexen Zollkonflikte veranlassten viele Kunden, Investitionen vorerst zurückzustellen. Der Umsatz von Dürr fiel im selben Zeitraum leicht um 1,1 Prozent auf etwa eine Milliarde Euro.
CEO Jochen Weyrauch äußerte optimistische Töne für das kommende Quartal, vorausgesetzt, dass keine Vergabeverzögerungen auftreten. Die im Sommer aufgrund der Handelsstreitigkeiten gesenkte Prognose für das Neugeschäft hat nun wieder besseren Aufwind. Während der Umsatzrückgang unschmeichelhafte Zahlen zeigt, glänzt das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit einem Plus von rund 40 Prozent auf 69 Millionen Euro. Diese positive Entwicklung wird vor allem auf erfolgreiche Kostensenkungen und eine gute Margenqualität zurückgeführt.
Der Gewinn nach Steuern erlitt hingegen einen Rückgang von mehr als 17 Prozent auf 25,5 Millionen Euro. Dennoch bleibt das Unternehmen zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen, dank der Erlöse aus dem inzwischen verkauften Geschäftsfeld Umwelttechnik. Der Markt reagierte positiv, und die im SDax notierte Aktie gewann fast sechs Prozent. Philippe Lorrain von Bernstein Research hob die überzeugenden Aussichten für das vierte Quartal hervor und zeigte sich beeindruckt von Dürrs operativer Leistung. Diese Ergebnisse stärken das Vertrauen in die langfristigen Umsatz- und Margenziele von Dürr.

