Du dachtest, Spot-Altcoins zu halten sei sicher? Denk nochmal: Youngsun Shin, Head of Product bei Flipster (PBW2025 Interview)
Auf der Paris Blockchain Week 2025 bot Youngsun Shin—Head of Product bei Flipster—seine unverblümte Perspektive zu den laufenden Änderungen im Kryptohandel. Einst ein Raum für frühe Anwender und optimistische HODLer, ist der Markt zu einem Hochrisiko-PvP-Spielplatz geworden, der von Institutionen, Algorithmen und zunehmend anspruchsvolleren Teilnehmern dominiert wird.
In diesem sich verschiebenden Umfeld nimmt Shin kein Blatt vor den Mund:
“Even if you’re holding some major altcoin, you’re as good as getting liquidated… it’s just going to zero.”
Wie können normale Einzelhändler in der sich entwickelnden Kryptomarktlandschaft dennoch gut abschneiden? Wie können sie hoffen, angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch ihre professionellen Gegenüber über Wasser zu bleiben? Das versuchen wir in diesem spannenden Interview herauszufinden.
Das Ende der passiven Teilnahme
Über Jahre hinweg funktionierte der Rat „einfach kaufen und halten“ bemerkenswert gut. Das ist nicht länger der Fall.
“Back in those days, there were like five tokens… whatever you buy, the next cycle after the dip would essentially make all of these go back up,” Shin recalled. “Now, every day, we’re seeing just infinite amount of token[s] getting minted and supplied into the market.”
Die Einfachheit der Vergangenheit—wo allein die Knappheit den Wert antrieb—ist verschwunden. Mit Millionen von zufälligen Altcoins, die die Börsen überschwemmen und deren Nutzen zunehmend infrage gestellt wird, muss der heutige Kleinaktionär in einem gesättigten Markt konkurrieren.
“You’re basically going to zero, but the chances are you will not recover it,” Shin said bluntly. “So where do you exit?”
Er vergleicht das Halten von Spot-Kryptowährungen im aktuellen Markt mit einer gehebelten Position in unbefristeten Verträgen. „That’s basically your maintenance margin.“
Die Herausforderungen des modernen Börsenraums
Shin sprach über einige der drängendsten Herausforderungen und Druckpunkte des modernen Börsenraums.
“The exchange space is super crowded and congested… If you open up 50 exchange applications, 49 of them would look the same with different colors.”
Während der Wettbewerb auf der Oberfläche hart ist, argumentiert Shin, dass sinnvolle Innovationen selten sind. Einige Plattformen jagen nach Listungsgebühren oder Volumen, ohne das Benutzererlebnis zu verbessern. Das Ergebnis? Überforderte Einzelhändler, die komplexen Finanzprodukten mit wenig Führung gegenüberstehen.
“We try to solve [that] a lot of the exchange products still for retail users… are just plain out hard.”
In einer Zeit, in der Institutionen die Preisbewegung dominieren und Arbitragemöglichkeiten in Millisekunden verschwinden, müssen Börsen mehr tun, als nur Kerzencharts und blinkende Preise anzuzeigen — sie müssen den Einzelhandel mit Einblick befähigen.
Kontext, nicht nur Kerzen
Aber was bedeutet das überhaupt? Für Shin geht es nicht nur um Echtzeit-Preisdaten—es geht um Kontext.
“We don’t want users to just see, ‘Oh, Bitcoin just crashed.’ We want to give more contextual information that would help them make a decision.”
Er verweist auf Beispiele wie makroökonomische Ankündigungen oder regulatorische Änderungen, die Preise sofort beeinflussen, aber oft von dem, was Nutzer in ihren Apps sehen, getrennt sind. Eine Benachrichtigung, dass Bitcoin um $2.000 gefallen ist, ist bedeutungslos, ohne zu wissen, warum.
Er erkennt an, dass es beim Handel nicht nur um Werkzeuge geht—es geht auch um Emotionen.
“Trading is a very lonely activity,” he said. “You’re with this crowd or community… but it still feels like you’re alone.”
Hier kommt das soziale Trading ins Spiel, und Shin sagte, dass es dich vielleicht nicht besser gewinnen lassen wird, aber es wird dich definitiv besser fühlen lassen.
Das unvermeidliche Erwachsenwerden der Kryptomärkte
Die goldene Ära des „jeder gewinnt“ ist vorbei. Institutionelle Akteure sind da, und Shin macht klar: “There are crypto hedge funds, they are quants traders… already pouncing upon arbitrage opportunities.”
Mit weniger „neuen privaten Nutzern“, die hinzukommen, können Plattformen nicht länger auf eine neue Liquiditätswelle setzen. „Some of the apps have half the population, if not more, already registered… which means there aren’t much more to come.“
Es sei denn, das Sentiment oder die Technologie verändert sich dramatisch, legt Shin nahe, dass dies einfach das neue Normal sein könnte.
DISCLAIMER: Dieses Interview wurde in Zusammenarbeit mit der Paris Blockchain Week 2025 produziert.

