Droht den USA ein Zahlungsausfall im Sommer?
Die US-Finanzwelt blickt mit Sorge auf den kommenden Sommer, nachdem US-Finanzminister Scott Bessent vor einem möglichen Zahlungsausfall der amerikanischen Regierung gewarnt hat. Sollte bis August keine Lösung gefunden werden, könnte die Regierung in finanzielle Bedrängnis geraten.
Bessent richtete sich in einem eindringlichen Brief an den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, um dringende Maßnahmen zu fordern. Der Kongress, der just zu dieser Zeit in der traditionellen Sommerpause sein wird, sei angehalten, bis spätestens Mitte Juli aktiv zu werden.
Es müsse entweder eine Erhöhung oder eine Aussetzung der Schuldenobergrenze erfolgen, um einen finanziellen Kollaps abzuwenden. Bessent betonte, dass die Historie zeige, wie gefährlich eine Verzögerung in solchen Angelegenheiten sein könne. Finanzmärkte, Unternehmen und Verbraucher benötigten Sicherheit, die nur durch rechtzeitige politische Entscheidungen garantiert werden könnte.
Der US-Kongress hat die Verantwortung, die Schuldenobergrenze in unregelmäßigen Abständen festzulegen und somit die maximale Kreditaufnahme des Staates zu bestimmen. Momentan belaufen sich die US-Schulden auf etwa 36 Billionen US-Dollar, was umgerechnet rund 31,9 Billionen Euro entspricht. Das Überschreiten dieser Grenze ohne vorherige Anpassung könnte weitreichende Konsequenzen für die globale Wirtschaft haben.

