Drohnenangriffe auf Moskau: Störungen im russischen Flugverkehr während Feiertagen

Aktuelle Drohnenangriffe auf Moskau führten zu erheblichen Störungen im Luftverkehr der russischen Hauptstadt. Insbesondere die Flughäfen Scheremetjewo und Wnukowo sahen sich gezwungen, den Betrieb stundenlang einzustellen. Dies geschah kurz vor dem Beginn der landesweiten Neujahrsfeiertage, während derer normalerweise ein erhöhter Reiseverkehr erwartet wird. Laut Angaben der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti mussten insgesamt über 300 Flüge entweder annulliert werden oder mit erheblichen Verspätungen rechnen. Infolge der Angriffe wurden etwa 70 Flugzeuge zu Ersatzflughäfen umgeleitet, während die Flughäfen Domodedowo und Schukowski nicht von den Störungen betroffen waren. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete von einer besonders hohen Zahl ukrainischer Drohnen, etwa 30 an der Zahl, die abgewehrt wurden. Auch das russische Verteidigungsministerium zog eine Bilanz von insgesamt 273 abgeschossenen Drohnen im ganzen Land, wobei keine Angaben zu möglichen Schäden gemacht wurden. Die Auswirkungen waren nicht nur auf Moskau beschränkt; auch in St. Petersburg und weiteren Städten kam es zu Flugplanänderungen. Airlines informierten die Passagiere proaktiv über die Änderungen. Die staatliche Fluggesellschaft Aeroflot kündigte an, dass die umgeleiteten Maschinen voraussichtlich im Laufe des Tages sicher in Moskau landen werden. Ein normaler Flugplan wird für den Nachmittag des Sonntags erwartet.
Parallel dazu bemüht sich die Ukraine gegen die andauernde russische Bedrohung zu wehren, indem sie Drohnen gegen Ziele in Russland einsetzt. Die ukrainischen Luftstreitkräfte verzeichneten einen Rückgang der russischen Angriffe im Vergleich zum Vortag, auch wenn am Samstag noch über 500 Drohnen und Raketen registriert wurden. Vor allem die Hauptstadt Kiew und deren Umland waren stark betroffen, was zu Toten, Verletzten sowie Ausfällen in der Energieversorgung führte. Die Reparaturarbeiten an der beschädigten Infrastruktur sind weiterhin im Gange. Am selben Tag steht ein Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem US-Präsidenten Donald Trump in Florida an, um über mögliche Wege zur Beendigung des Konflikts zu beraten.

