Drohnenangriff in Tscheboksary: 14 Verletzte bei Absturz in Wohnhaus
In der russischen Stadt Tscheboksary an der Wolga sind nach Angaben der Behörden die Trümmer einer ukrainischen Drohne auf ein Wohngebäude gestürzt, wobei 14 Menschen verletzt wurden. Unter den Betroffenen befindet sich auch ein Kind, wie Wladimir Stepanow, der Vizeregierungschef der Teilrepublik Tschuwaschien, via Telegram mitteilte. Über die Schwere der Verletzungen gibt es derzeit keine detaillierten Informationen, jedoch befinden sich alle Verletzten in medizinischer Behandlung.
Augenzeugen berichteten von bis zu sieben Explosionen, die in Tscheboksary zu hören waren. Die Stadt liegt etwa 1.000 Kilometer von der Ukraine entfernt und ist bekannt für ihre zahlreichen Rüstungsbetriebe.
Inmitten dieser Spannungen meldete das russische Verteidigungsministerium den Abschuss von 121 ukrainischen Drohnen über russischem Gebiet, einschließlich der Krim, die seit 2014 annektiert ist. Im benachbarten Gebiet Nischni Nowgorod wurden vier Drohnen abgeschossen; aus Tschuwaschien selbst wurden keine weiteren Drohnenvorfälle gemeldet.
Der seit fast vier Jahren andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine zeichnet sich durch wiederholte Angriffe auf das ukrainische Hinterland aus. Die ukrainische Luftwaffe berichtete von russischen Angriffen mit 110 Drohnen in der letzten Nacht, die unter anderem auf neun verschiedene Ziele abzielten. Doch während Kiew mittlerweile ebenfalls Drohnenangriffe tief im russischen Gebiet, vornehmlich auf Objekte der Öl- und Gasindustrie, durchführt, sind die Schäden und Verluste im Vergleich zu den massiven Zerstörungen in der Ukraine vergleichsweise gering.

