Drohnenangriff auf Odessa erschüttert Ukraine erneut
Ein massiver nächtlicher Drohnenangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa hat tragische Folgen mit sich gebracht: Zwei Todesopfer und 15 Verletzte wurden von den örtlichen Behörden bekanntgegeben. Mehrere mehrstöckige Wohnhäuser, ein Supermarkt, eine Schule und zahlreiche Fahrzeuge wurden beschädigt, und es kam zu mehreren Bränden. Weihervoll drückte Regionalgouverneur Oleh Kiper auf Telegram sein Beileid den Angehörigen der Opfer aus.
Auch die Großstadt Charkiw blieb von den Angriffen nicht verschont. Laut dem regionalen Militärverwalter Oleh Synjehubow kam es zu Bränden in der Stadt. Zudem wurde in der nordukrainischen Stadt Sumy, nahe der russischen Grenze, eine Industrieanlage durch Angriffe stark in Mitleidenschaft gezogen. Dies teilte der geschäftsführende Bürgermeister Artem Kobsar ebenfalls auf Telegram mit.
Die ukrainische Luftwaffe berichtet, dass die russische Armee in jener schicksalhaften Nacht insgesamt 170 Drohnen einsetzte. Davon wurden 74 Kampfdrohnen erfolgreich abgefangen. 68 Täuschdrohnen, die ohne Sprengstoff bestückt waren, wurden niedergebracht, ohne Schäden zu verursachen. Darüber hinaus seien fünf ballistische Raketen vom Typ Iskander-M auf die Ukraine abgeschossen worden. Auch wenn diese militärischen Angaben nicht im Detail überprüfbar sind, zeichnen sie ein Bild des Angriffsausmaßes.

