Drohnenabwehr im Fokus: Generalleutnant Mais drängt auf schnelle Aufrüstung
Generalleutnant Alfons Mais, kurz vor seiner Pensionierung, hat die Notwendigkeit unterstrichen, die Abwehrkapazitäten gegen Drohnen zu intensivieren. Als größte Herausforderung bei der Bekämpfung von Bedrohungen aus dem niederen Luftraum identifiziert er den schleppenden Prozess der Beschaffung sowohl neuer als auch bereits bestellter Waffensysteme.
Mit Hinblick auf Luftraumverletzungen in Polen betonte Mais die dringende Notwendigkeit, die aufgelöste Flugabwehrtruppe des Heeres wieder zu beleben. Er schilderte, dass das Militär verstärkt auf eine umfassende Flugabwehr setzt, bei der auch Waffen einbezogen werden, die ursprünglich nicht zur Luftabwehr konzipiert wurden. So wird unter anderem die 30-Millimeter-Kanone des Schützenpanzers Puma modifiziert, um sie effektiver einzusetzen.
Mais, der Anfang Oktober in den Ruhestand geht, mahnt eindringlich an, dass die derzeit unzureichenden Fähigkeiten zur Abwehr von Drohnen schnellstmöglich ausgebaut werden müssen. Gerade in den tieferen Luftschichten gebe es deutlichen Nachholbedarf.

