Drohkulisse aus Moskau: Kreml wirft Europa Militarismus und Eskalation vor
Der Kreml hat eine ernste Warnung in Richtung der europäischen Länder ausgesprochen und ihnen vorgeworfen, durch übermäßige Rüstungsausgaben den Konflikt in der Ukraine anzuheizen. Kremlsprecher Dmitri Peskow äußerte in einem Interview mit russischen Nachrichtenagenturen, dass dieser als irrational empfundene Zustand in Europa jede Prognose erschwere.
Peskow hob zudem die jüngste Anpassung der russischen Atomdoktrin hervor. Demnach wird bereits die Unterstützung nicht-atomarer Staaten zu feindlichen Handlungen gegen Russland als Aggressionshandlung gewertet. Diese Klarstellung zielt offenkundig auf europäische Atommächte wie Großbritannien und Frankreich ab. Bereits seit Beginn der von Präsident Wladimir Putin befohlenen Militäraktion in der Ukraine hat Russland mehrfach nukleare Drohungen als Druckmittel verwendet, um westliche Unterstützung für die Ukraine zu mindern.
Trotz bisherigen Fehlens eines Verhandlungsergebnisses im Ukraine-Konflikt legt der Kreml die Verhandlungsblockade der ukrainischen Seite zur Last. Peskow forderte alle Staaten auf, die Ukraine zu neuen Friedensgesprächen zu bewegen. Das letzte Treffen der Konfliktparteien in Istanbul im Juni erbrachte lediglich eine Einigung über den Austausch von Gefangenen. Ein neuer Verhandlungstermin steht nicht fest, wobei nach russischen Angaben die Initiative dazu in Kiew ausbleibt.

