Drei Leichen auf Höfen in Ostwestfalen

15. März 2018, 16:43 Uhr · Quelle: dpa

Hille (dpa) - Nach dem Fund von drei Leichen auf benachbarten Höfen im ostwestfälischen Hille gehen die Ermittler dem Verdacht einer Mordserie nach.

Wichtige Hinweise unter anderem zu den Todesursachen werden von der Obduktion der beiden Leichen erhofft, die auf dem Grundstück des gefassten 51-jährigen Jörg W. gefunden wurden.

Der Verdächtige hatte nach dem Fund einer ersten Leiche in der vergangenen Woche bereits gestanden, einen 30-Jährigen aus dem niedersächsischen Stadthagen mit einem Hammer erschlagen zu haben. Bei den Ermittlungen fanden die Beamten heraus, dass noch zwei weitere Bekannte von Jörg W. seit Monaten vermisst werden.

Die für den späten NJachmittag geplante Obduktion soll auch klären, ob es sich bei den beiden Toten um die verschwundenen 71 und 65 Jahre alten Männer aus Hille handelt. Vom Nachbarn und einem bei Jörg W. arbeitenden sowie wohnenden Mann hatten deren Familien seit längerem nichts gehört. Hinweise auf weitere Todesopfer darüber hinaus liegen den Behörden nach eigenen Angaben nicht vor.

Die Leichenfunde lösten in Hille Bestürzung aus. «Da ist eine tiefe Betroffenheit in der Bevölkerung», sagte Bürgermeister Michael Schweiß der Deutschen Presse-Agentur. «Wir denken an die Angehörigen der Opfer, denen unser Mitgefühl gilt.»

Die Polizei hat nach dem Fund der ersten Leiche jeden Stein auf den benachbarten Höfen von Jörg W. und des 71-Jährigen umgedreht. «Es wurde viel umgegraben, es wurden Erdhügel abgetragen und Misthaufen», sagte eine Polizeisprecherin. Außerdem seien ein Teich, Sickergruben und Teile der Kanalisation der beiden Höfe abgepumpt worden. Dabei fanden die Ermittler die beiden weiteren vergrabenen Leichen. Einer der Toten sei etwa einen Meter tief im Boden vergraben gewesen.

Jörg W. ist nach seiner Festnahme im oberbayerischen Reit im Winkl noch nicht nach Nordrhein-Westfalen überstellt worden. Beamte der Bielefelder Mordkommission hatten den 51-Jährigen in Bayern nach dem ersten Leichenfund vernommen. Dabei hatte der frühere Fremdenlegionär die Tötung des 30-Jährigen gestanden. Der mutmaßliche Täter und das Opfer standen in einer Geschäftsbeziehung, hieß es. Die Ehefrau von Jörg W. sei nicht tatverdächtig, teilten die Ermittler mit.

Nach dem Verschwinden des 30-jährigen Opfers ist dessen Familie von Trittbrettfahrern erpresst worden. Anfang März hätten zwei Männer vorgegeben, der 30-Jährige sei in ihrer Gewalt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bückeburg. Die Trittbrettfahrer hätten 45.000 Euro erpressen wollen. Am Mittwoch vergangener Woche hatten sich zwei 22 Jahre alten Männer dann freiwillig der Polizei gestellt. Sie gaben an, aus Geldnot gehandelt zu haben. Geld sei nicht geflossen.

Kriminalität / Nordrhein-Westfalen / Bayern / Niedersachsen / Deutschland
15.03.2018 · 16:43 Uhr
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