DoubleLine warnt vor Mängeln in U.S.-Wirtschaftsdaten: Ein holistischer Ansatz als Lösung
Das renommierte US-Anleiheunternehmen DoubleLine hat seine Besorgnis über die Qualität der von der Arbeitsstatistikbehörde BLS veröffentlichten Daten zum Ausdruck gebracht. Diese Bedenken wurden insbesondere durch die im August veröffentlichten massiven Abwärtskorrekturen vorheriger Arbeitsmarktdaten wachgerufen, die die Märkte erschütterten und Befürchtungen zutage förderten, dass die Federal Reserve möglicherweise nicht über alle notwendigen Informationen verfügt, um fundierte Zinsentscheidungen zu treffen. Die Vorwürfe von Präsident Donald Trump im Juli, dass die Jobs-Zahlen manipuliert seien, hatten die Glaubwürdigkeit der U.S.-Wirtschaftsdaten zusätzlich belastet.
In dieser Situation betonte Ryan Kimmel, Stratege für festverzinsliche Anlagen bei DoubleLine, die Bedeutung eines umfassenden Ansatzes zur Einschätzung der Wirtschaftslage. Das Unternehmen verließ sich nicht nur auf offizielle Datenquellen wie die BLS-Berichte, sondern ergänzte sie durch private Datensätze, Unternehmensaussagen und Expertenmeinungen zu Unternehmensschulden und Immobilienfinanzierung. Ein besonderes Augenmerk legte Kimmel dabei auf den Rückgang der Beteiligungsrate an den Umfragen des BLS, die die Grundlage für die monatlichen Arbeitsmarktberichte bilden, von 60% in den 2010er Jahren auf 40% in jüngster Zeit.
Um diesen Rückgang zu kompensieren, greift das BLS vermehrt auf statistische Hochrechnungen zurück, was, laut Kimmel, das Risiko von Messfehlern erhöht. In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen, einschließlich eines unerwarteten Anstiegs der Arbeitslosigkeit auf 4,3% und einem schwächeren Beschäftigungswachstum, hat die Fed kürzlich den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt. Diese Entscheidungen spiegeln die wachsende Sorge wider, dass der Arbeitsmarkt an Dynamik verliert und eine langfristige Unsicherheit drohen könnte, sollte die Datenqualität weiter nachlassen.

