Dividendenschmerz: Nachhaltigkeit der Pennon Group Ausschüttung in Frage gestellt
Investoren der Pennon Group dürfen sich auf eine Dividendenzahlung von 0,1469 Pfund je Aktie freuen, die am 4. April ausgeschüttet wird. Dies entspricht einem beeindruckenden jährlichen Ertrag von 7,8 % des Aktienkurses – deutlich höher als der Branchendurchschnitt.
Allerdings werfen einige Faktoren Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser großzügigen Dividendenrendite auf. Besonders besorgniserregend ist, dass die Pennon Group zwar keine Gewinne erwirtschaftet, dennoch Dividenden ausschüttet – obwohl auch kein freier Cashflow vorhanden ist.
Prognosen deuten darauf hin, dass das Unternehmen in Zukunft erneut Verluste schreiben könnte, was die derzeitige Dividendenstrategie auf wackelige Beine stellt. Eine lange Dividendenhistorie wird bei Anlegern geschätzt, jedoch sind bei Pennon in den letzten zehn Jahren mindestens einmal die Ausschüttungen gesenkt worden.
Seit 2015 sank die jährliche Dividende von insgesamt 0,455 Pfund auf 0,45 Pfund. Ein Rückgang von weniger als 1 % jährlich mag gering erscheinen, doch für Aktionäre bedeuten solche Reduktionen oftmals schwindende Renditen und weisen auf mögliche Probleme im Unternehmen hin.
Trotz der Prognose für einen Gewinnanstieg im kommenden Jahr bleibt die Erwartung, dass sich diese Verbesserung stabilisieren muss, bevor man beruhigter sein kann. Ein solcher Gewinnzuwachs könnte möglicherweise die Dividendenpolitik stützen, jedoch sind die Vorzeichen momentan unsicher.
Zusammenfassend bleibt Skepsis angebracht. Eine Anhebung der Dividende sollte auf Stabilität und nicht auf vorübergehende Manöver basieren. Investoren suchen oftmals Unternehmen mit verlässlichen und stabilen Ausschüttungspolitiken, während ein sprunghaftes Vorgehen sie eher abschreckt.
Besonders bei der Pennon Group sollte man Vorsicht walten lassen, da einige Risiken auf dem Radar auftauchen. Ein wachsendes Interesse an alternativen, renditestarken Dividendentiteln ist für Anleger in der aktuellen Situation ratsam.

