Diplomatischer Austausch: Wadephul bei Antrittsbesuch in Washington
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat sich zu einem offiziellen Antrittsbesuch nach Washington begeben, wo er herzlich von seinem Amtskollegen Marco Rubio empfangen wurde. Das Treffen, das im siebten Stock des Außenministeriums stattfand, war auf eine halbe Stunde angesetzt und diente der Vorbereitung eines kommenden Besuchs des deutschen Kanzlers Friedrich Merz in den Vereinigten Staaten. Merz plant in naher Zukunft, Washington einen Besuch abzustatten und Präsident Donald Trump zu treffen.
Während seines Aufenthalts in der US-Hauptstadt setzte sich Wadephul nachdrücklich für eine stärkere transatlantische Zusammenarbeit ein, insbesondere angesichts der anhaltenden Konflikte zwischen Russland und der Ukraine. Er betonte die Notwendigkeit, den Druck auf den Kreml aufrechtzuerhalten, um ernsthafte Verhandlungen zu erreichen. "Nur durch gemeinsamen Druck kann der Kreml an den Verhandlungstisch gebracht werden", erklärte Wadephul.
Im Laufe des Nachmittags legte Wadephul beim Jüdischen Museum in Washington Blumen nieder, um den zwei jüdischen Opfern eines Anschlags zu gedenken, der im Mai an demselben Ort stattfand. Die beiden Mitarbeiter der israelischen Botschaft waren aus antisemitischen Motiven heraus erschossen worden.
Im Anschluss daran fand ein Treffen mit Albert Ramdin, dem Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), statt. Die OAS, die alle Nationen des amerikanischen Kontinents umfasst und ihren Sitz in Washington hat, setzt sich seit ihrer Gründung 1948 für Frieden, Stabilität, die Stärkung der Demokratie sowie die Presse- und Meinungsfreiheit ein.

