Diplomatische Spannungen nach israelischem Militärschlag in Katar
Der deutsche Außenminister, Johann Wadephul, hat das Vorgehen Israels gegen die Führung der Hamas in Katar scharf kritisiert. Seiner Meinung nach stellt der Militärschlag nicht nur eine Verletzung der territorialen Integrität Katars dar, sondern birgt auch Risiken für internationale Bemühungen zur Freilassung von Geiseln. Wadephul zeigte sich in einer Erklärung aus Berlin deutlich besorgt über die Sicherheit der Geiseln, zu denen auch Deutsche gehören.
Wadephul hatte hierzu ein klärendes Gespräch mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar geführt und insbesondere die Rolle Katars in den Friedensbemühungen hervorgehoben. Er würdigte die zentrale Position Katars bei der Förderung eines Waffenstillstands und der Freilassung der Geiseln und sprach dem katarischen Außenminister seine Unterstützung aus.
Angesichts der angespannten Situation forderte Wadephul eindringlich, auf einen sofortigen Waffenstillstand hinzuarbeiten, um den Geiseln die Rückkehr zu ihren Familien zu ermöglichen. Er betonte zugleich die Verantwortung der Hamas, mit der Gewalt aufzuhören und dem Terror gegen Israel ein Ende zu setzen. Diese Aufforderungen stehen vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalationen seit dem Angriff der Hamas auf Israel.

