Diplomatie im Osten: Baerbocks Reise nach Moldau im Zeichen der Energiekrise
Die geschäftsführende Außenministerin Annalena Baerbock hat sich an diesem Mittwoch zu einem bedeutsamen Besuch in die kleine, aber strategisch wichtige Republik Moldau begeben. In Chisinau trifft die Grünen-Politikerin sowohl Präsidentin Maia Sandu als auch Ministerpräsident Dorin Recean, um über die dringendsten Herausforderungen des Landes zu diskutieren. Besonders die Energieabhängigkeit von russischem Gas steht im Mittelpunkt der Gespräche.
Moldau zählt mit seinen etwa 2,5 Millionen Einwohnern zu den ärmsten Ländern des europäischen Kontinents. Diese wirtschaftliche Schwäche wird durch die starke Abhängigkeit von russischen Energieressourcen weiter verschärft. In einer Zeit geopolitischer Spannungen spielt Moldau eine entscheidende Rolle, da es zwischen proeuropäischen und prorussischen Kräften hin- und hergerissen ist.
Als EU-Beitrittskandidat seit 2022 teilt Moldau ein Schicksal mit der Ukraine und bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen europäischen Perspektiven und alten Abhängigkeiten. Baerbocks Besuch ist ein weiterer Schritt, um die Bindungen der Republik an den Westen zu stärken und eine zukunftsfähige, diversifizierte Energieversorgung zu fördern.

