Digitale Zahlungsmethoden auf dem Vormarsch: Deutsche Verbraucher im Wandel
In Deutschland etabliert sich zunehmend das Bezahlen per Smartphone und Bankkarte als beliebte Zahlungsmethode. Einer aktuellen Umfrage des Zahlungsdienstleisters Visa zufolge, trägt nahezu die Hälfte der Verbraucher (44 Prozent) Bargeld nur noch für den Fall bei sich, dass digitales Bezahlen nicht akzeptiert wird. Die Mehrheit der Befragten gibt an, weniger als 50 Euro in bar mitzuführen.
In der umfassenden Forsa-Umfrage, an der 1.767 Personen teilnahmen, äußerte sich ein signifikanter Anteil von 71 Prozent der Befragten mit dem Wunsch, flächendeckend mit digitalen Zahlungsoptionen wie Karte oder Smartphone bezahlen zu können. Besonders die Generation unter 35 Jahren zeigt sich digital-affin: Fast ein Drittel meidet Geschäfte, die ausschließlich Bargeld akzeptieren.
Die Debitkarte hat sich erstmals seit Beginn der Erhebungen in der Visa-Studie von 2025 als bevorzugtes Zahlungsmittel durchgesetzt. 38 Prozent der Befragten bevorzugen die Debitkarte beim Einkauf, während Bargeld von nur noch 27 Prozent als favorisiertes Zahlungsmittel angesehen wird.
Auch das Smartphone als Zahlungsinstrument erfährt einen Anstieg in seiner Beliebtheit, mit fast jedem vierten Befragten (23 Prozent), der diese Option wählt – ein Anstieg um fünf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Vor fünf Jahren lag der Anteil an Smartphone-Nutzern beim Bezahlen bei lediglich 12 Prozent, wohingegen heute bereits 32 Prozent zumindest gelegentlich mit ihrem Handy bezahlen. Im Alltag bleibt jedoch Bargeld mit 83 Prozent gelegentlicher Nutzung weitverbreitet.
Die junge Generation, insbesondere die Gen Z, treibt den Trend zur Smartphone-Nutzung an. Für sie ist das Smartphone mit 42 Prozent das bevorzugte Zahlungsmittel, gefolgt von Debitkarten und Bargeld.
Trotz der steigenden Akzeptanz digitaler Zahlungsmethoden ist Bargeld traditionell tief verwurzelt in Deutschland, wobei dessen Nutzung jedoch rückläufig ist. 2023 wurden noch 51 Prozent der Transaktionen in bar abgewickelt – ein Rückgang im Vergleich zu den 58 Prozent aus 2021.
Neben den Erfolgen von Karten und Smartphones gibt es bei anderen Zahlungsmethoden wie Echtzeitüberweisungen noch Zurückhaltung. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) äußerte aufgrund der Irreversibilität von Transaktionen Bedenken. Seit Oktober verpflichtend eingeführt, werden Echtzeitüberweisungen von der Hälfte der Teilnehmer wenigstens sporadisch genutzt, während 20 Prozent diese Methode gänzlich vermeiden.

