Dienstpflicht-Debatte: „Freiheitsdienst“ als neue Option?
Die Diskussion um eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland gewinnt an Fahrt. Die Wehrbeauftragte Eva Högl äußert sich neugierig über die mögliche Aufnahme eines entsprechenden Passus im Koalitionsvertrag.
Besonders sympathisch erscheint ihr der von den Grünen vorgeschlagene „Freiheitsdienst“. Dieser Dienst soll alle Bürger ab 18 Jahren betreffen und bis ins Rentenalter reichen. Ziel ist es, für ein halbes Jahr in gesellschaftlich wertvollen Institutionen wie der Feuerwehr oder dem Roten Kreuz tätig zu werden.
Alternativ soll auch der Dienst bei der Bundeswehr erlaubt sein, zumindest in Form eines Orientierungskurses. Während die Grünen mit ihrer jugendnahen Ausweitung dieser Dienstpflicht bis zum Renteneintritt aufhorchen lassen, werden auch kritische Stimmen laut.
Die Idee, Arbeitsveteranen kurz vor dem Ruhestand in den Pflichtdienst zu ziehen, weckt Erinnerungen an historische, wenig erfolgreiche Mobilisierungsversuche. Letztendlich dreht sich die Debatte aber um die Frage, ob genügend Personal für die Bundeswehr gesichert werden kann.

