Die Stimmung kippt: Deutsche Wirtschaftsaussichten verdüstern sich überraschend
Die jüngsten Entwicklungen rund um die deutsche Wirtschaft haben eine unerwartete Welle der Ernüchterung bei Finanzexperten ausgelöst. Das renommierte Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim hat jüngst einen deutlichen Rückgang seines Stimmungsbarometers verkündet: Der Indikator fiel gegenüber dem vergangenen Monat um beachtliche 18 Punkte auf nunmehr 34,7 Punkte. Dies stellt eine deutlich pessimistischere Entwicklung dar, als von Volkswirten prognostiziert, die lediglich einen Rückgang auf 39,5 Punkte erwartet hatten.
Zuvor konnte der Indikator über drei Monate hinweg kontinuierliche Zuwächse verzeichnen, was nun abrupt beendet wurde. Eine wesentliche Ursache für die trüben Aussichten sei, so ZEW-Präsident Achim Wambach, die Enttäuschung über das angekündigte Handelsabkommen zwischen der EU und den USA. Zusätzlich belasten die zuletzt veröffentlichten schwachen Wirtschaftszahlen des zweiten Quartals 2025 das Sentiment der Finanzexperten erheblich.
Auch die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Deutschland gibt Anlass zur Sorge. Hier verzeichnete das ZEW einen Rückgang um 9,1 Punkte auf nun minus 68,6 Punkte, ein Outcome, das ebenfalls die Erwartungen der Volkswirte übertrifft, die mit einem leicht optimistischerem Wert von minus 67 Punkten gerechnet hatten.

