Die Atombombe ist geplatzt: Bethesda arbeitet laut Insidern bereits an Fallout 5
In den heiligen Hallen von Bethesda, wo derzeit noch an The Elder Scrolls 6 und einem neuen Starfield-DLC geschmiedet wird, regt sich etwas. Ein Gerücht, so gewaltig wie ein Atomschlag, erschüttert die Gaming-Welt bis in ihre Grundfesten. Laut dem bestens vernetzten Journalisten Jez Corden von Windows Central hat eines der Teams bei Bethesda die Arbeit an keinem geringeren Titel als Fallout 5 aufgenommen. Während die genaue Zuordnung des Teams noch im radioaktiven Nebel liegt, scheint die Entscheidung gefallen: Das Ödland ruft, und Bethesda hat den Hörer abgenommen.
Aus der Asche eines gefallenen Sterns
Die Genese dieser schier unglaublichen Nachricht liegt in der Tragödie eines anderen Projekts. Wie Corden im „Xbox Two“-Podcast enthüllte, wurde die Entwicklung von Fallout 5 intern forciert, nachdem Microsoft den Stecker bei einem ambitionierten Sci-Fi-MMORPG von ZeniMax Online Studios zog. Dieses Spiel, das unter dem Codenamen „Blackbird“ segelte, wurde nach jahrelanger Entwicklung geopfert. Die knallharte Logik von Microsoft: Warum Unsummen in eine riskante neue Marke versenken, die sich gegen etablierte Giganten behaupten muss, wenn man stattdessen in einen „todsicheren Sieg“ investieren kann? „Es war die Frage: ‚Versenken wir einen Haufen Geld, um [Projekt Blackbird] an einen Punkt zu bringen, an dem es konkurrieren kann, oder weisen wir diese Investition der Entwicklung von Fallout 5 zu?‘“, zitierte Corden die interne Debatte.
Ein Chor der Fallout-Gerüchte
Cordens Enthüllung ist jedoch nur die Spitze des strahlenden Eisbergs. Sie fügt sich nahtlos in einen Chor anderer Gerüchte ein, die auf eine wahre Fallout-Offensive von Microsoft hindeuten. Erst Anfang des Monats berichtete Jordan Middler von VGC, dass sich „mehrere Fallout-Projekte“ in der Entwicklung befinden, darunter auch „das, das ihr alle wollt“ – eine kaum verhohlene Anspielung auf ein mögliches Remake des Klassikers Fallout 3. Middler dämpfte zwar die Erwartungen an einen baldigen Release, doch das Gesamtbild ist eindeutig: Nach dem phänomenalen Erfolg der TV-Serie will Microsoft das Momentum nutzen und die Marke aus allen Zylindern feuern lassen.
Der Geist von Projekt Blackbird
Das Opfer für diese neue Strategie war ein Spiel, das selbst unter den höchsten Tieren bei Xbox für Begeisterung sorgte. „Blackbird“ befand sich seit 2018 in der Entwicklung und verschlang Ressourcen, da das Studio dafür eine komplett neue Engine aus dem Boden stampfte. Obwohl es bei seiner Einstellung noch in der Vorproduktion steckte, soll es kurz vor dem Übergang in die Vollproduktion gestanden haben. Bloomberg-Reporter Jason Schreier teilte eine bezeichnende Anekdote: Xbox-Chef Phil Spencer war von einem frühen Prototyp so angetan, dass ihm der Leiter der Xbox Game Studios, Matt Booty, den Controller physisch wegnehmen musste. Ein Spiel mit enormem Potenzial, das dennoch dem strategischen Kalkül weichen musste.
Die offizielle Bestätigung seitens Bethesda oder Microsoft steht natürlich noch aus. Doch die Indizien verdichten sich zu einem unübersehbaren Bild: Die Zukunft gehört dem Ödland. Das Ende eines Traums hat den Weg für einen anderen geebnet, auf den Fans seit einer gefühlten Ewigkeit warten. Der Krieg bleibt immer gleich – und er hat gerade erst wieder begonnen.


