Deutz setzt Höhenflug fort: Anleger hoffen auf Rüstungsboom
Der traditionsreiche Motorenbauer Deutz präsentiert sich im zweiten Quartal mit bemerkenswerten Ergebnissen. Durch steigende Bestellungen, strategische Zukäufe und eine kräftige Nachfrage nach Modernisierungen sieht sich der SDax-Konzern unter der Leitung von CEO Sebastian Schulte bestens für die Zukunft gerüstet. Das jüngst eingeführte Sparprogramm trägt Früchte und veranlasst die Aktienkursentwicklung, die bereits in diesem Jahr beeindruckend an Fahrt aufgenommen hat, weiter nach oben zu klettern.
Die Investoren reagierten erfreut und ließen das Deutz-Papier um 13 Prozent auf 8,52 Euro steigen – ein Spitzenwert, den die Aktie seit sechs Jahren nicht mehr erreichte. Der Unternehmenswert hat sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt. Die Analysten der Investmentbank Oddo BHF lobten den respektablen Quartalsbericht, der das operative Ergebnis über den Erwartungen verzeichnete und zeigten sich von der robusten Performance in einem herausfordernden Marktumfeld beeindruckt.
Mit einem Umsatzanstieg von fast 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 518 Millionen Euro und einem Anstieg des um Sondereffekte bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern um 16,5 Prozent auf 26 Millionen Euro hat Deutz viel Boden gutgemacht. Trotz eines leichten Rückgangs der operativen Marge um 0,3 Prozentpunkte auf 5 Prozent, verdoppelte sich der Nettogewinn nahezu. Die Jahresprognose wurde angesichts eines Auftragsanstiegs von fast einem Drittel auf 488 Millionen Euro nochmals bestätigt.
Besondere Fantasien bei den Anlegern weckt der wachsende Rüstungssektor in den Nato-Ländern, in dem Deutz mit einer eigens geschaffenen Geschäftsabteilung Fuß fasst. Motoren des Unternehmens werden in Militärfahrzeugen und Flugabwehrsystemen eingesetzt. Die Kooperation mit Renk, einem Spezialisten für Panzergetriebe, könnte weitere Auftragschancen bieten. Zudem profitieren Deutz-Motoren, die von Diesel bis Wasserstoffmotoren reichen, von Investitionen in die deutsche Infrastruktur und der Hoffnung auf ein mögliches Ende der Ukraine-Kämpfe, untermauert durch die Ankündigung eines Treffens von Wladimir Putin und Donald Trump.

