Deutschlands Außenminister Wadephul stärkt Unterstützung für Trump-Friedensplan im Nahen Osten
Außenminister Johann Wadephul hat in einem diplomatischen Vorstoß nach seinem Besuch in Katar die deutsche Unterstützung für Israel sowie den Nahost-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump bekräftigt. Nach seiner Unterredung mit Katars Außenminister, Mohammed bin Abdulrahman al-Thani, erklärte Wadephul, dass Trumps Plan der beste verfügbare sei, auch wenn noch Details zu klären sind. Katar spielt eine entscheidende Rolle als Vermittler im Konflikt zwischen Israel und der Hamas.
Dabei äußerte Wadephul die Hoffnung auf eine baldige Freilassung der Geiseln, einen Waffenstillstand und eine verbesserte humanitäre Lage im Gazastreifen. Deutschland sei bereit, aktiv an einem Friedensprozess mitzuwirken, sofern beide Konfliktparteien dies wünschen. Wadephul betonte die besondere Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel und speziell gegenüber den Geiseln, von denen derzeit 48 in der Gewalt der Hamas sind.
In einer weiterführenden Rolle könnte Deutschland im Rahmen eines Friedensrates agieren, der unter der Führung von Trump stehen soll. Der Vorschlag sieht vor, dass der Gazastreifen zunächst von einer technokratischen Übergangsregierung verwaltet wird, unterstützt von einem Expertengremium und kontrolliert von prominenten Persönlichkeiten wie Tony Blair.
Nach Katar setzte Wadephul seine Reise nach Kuwait fort, um an einem Treffen des Golf-Kooperationsrates teilzunehmen, dem sechs arabische Nationen angehören. Am Montag stehen Gespräche in Israel an, um mit Gideon Saar über die Umsetzung des Friedensplans zu sprechen. Parallel dazu finden in Ägypten Verhandlungen zur Freilassung der Geiseln im Austausch mit palästinensischen Gefangenen statt.

