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Deutschlands Außenminister appelliert an China zur Deeskalation im Indopazifik.

20. August 2025, 14:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Außenminister Wadephul warnt vor den Risiken einer Eskalation im Indopazifik. In Gesprächen mit Indonesien stärkt er Partnerschaften in Handel und Sicherheit.

Außenminister Johann Wadephul hat seine erste offizielle Reise nach Asien unternommen, um in der Region entscheidende außenpolitische Akzente zu setzen. Im Mittelpunkt seiner diplomatischen Bemühungen stand ein dringender Appell an die chinesische Regierung, ihre zunehmend aggressive Haltung im Indopazifik zu mäßigen. Wadephul warnte vor den potenziell unabsehbaren Konsequenzen, die eine Eskalation der Spannungen nicht nur für die Region, sondern auch für den globalen Wohlstand und die Sicherheit mit sich bringen könnte.

In einem ausführlichen Dialog mit seinem indonesischen Amtskollegen, Außenminister Sugiono, in Jakarta betonte Wadephul die Bedeutung der strikten Einhaltung des Völkerrechts. Er äußerte sich besorgt über Chinas militärische Aktivitäten, die nicht nur die Sicherheit in Asien gefährden, sondern auch die internationale Ordnung herausfordern. Insbesondere die Spannungen im Südchinesischen Meer und die militärischen Drohungen gegenüber Taiwan wurden angesprochen. Chinas territoriale Ansprüche und die Drohungen zur Wiedervereinigung mit Taiwan – notfalls auch gewaltsam – stellen nach Wadephul eine ernsthafte Bedrohung dar.

Darüber hinaus hob Wadephul die Relevanz der europäischen Sicherheit für den Indopazifik hervor und zeigte die Verknüpfungen mit den globalen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf. Das Zusammenspiel von Russlands militärischen Aktionen, unterstützt durch nordkoreanische Truppen und chinesische Wirtschaftshilfen, verdeutlicht die Notwendigkeit einer verstärkten internationalen Kooperation und Konfliktvorsorge.

Der Außenminister nutzte die Gelegenheit, um auf die strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und Indonesien hinzuweisen, welche angesichts globaler Herausforderungen von essenzieller Bedeutung sei. In diesem Zusammenhang wurde das geplante EU-Indonesien-Freihandelsabkommen Cepa hervorgehoben. Wadephul sieht darin ein Vorbild für künftige internationale Partnerschaften, insbesondere im Hinblick auf erneuerbare Energien. Auch das Thema Fachkräftemangel in Deutschland wurde dabei intensiv diskutiert.

Indonesien, offen für verstärkte deutsche Investitionen, wünscht sich insbesondere eine Ausweitung bestehender Programme zur Gewinnung von Fachkräften auf den Gastgewerbesektor. Im Zuge seiner Gespräche plant Wadephul den Besuch einer Fachhochschule in Jakarta, die praxisnahe Fachkräfteausbildung mit Sprachkursen kombiniert, ein Modell, das auch für deutsche Verhältnisse von großem Interesse sein könnte.

Zudem steht im Herbst ein Staatsbesuch von Indonesiens Präsident Prabowo Subianto in Berlin an, der als Zeichen der wachsenden partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern gewertet wird. Der indonesische Außenminister Sugiono bestätigte die Bedeutung dieser engen Zusammenarbeit und betonte die gemeinsamen Ziele, die im Rahmen dieser Partnerschaft verfolgt werden.

Politik / Indopazifik / China / Indonesien / AuÄenpolitik
[InvestmentWeek] · 20.08.2025 · 14:00 Uhr
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