Deutschland und Italien stärken ihre Allianz in Verteidigung und Wirtschaft
Die Kooperation zwischen Deutschland und Italien erlebt einen bemerkenswerten Aufschwung, indem beide Nationen ihre Zusammenarbeit in Verteidigung und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Bundeskanzler Friedrich Merz und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni setzten im Rahmen von Regierungskonsultationen in Rom ihre Unterschriften unter eine bedeutende Vereinbarung, die eine Intensivierung der Rüstungsprojekte und gemeinsame militärische Übungen vorsieht.
Zu den geplanten Kooperationen zählen spannende Vorhaben in der Produktion von Drohnen, in der Wirkungssteigerung der Flug- und Raketenabwehr sowie Entwicklungen in Bereichen wie Marineschiffen, Unterwassersystemen und elektronischen Kampfführungsstrategien. Nicht zu vergessen ist die Zusammenarbeit im Luftkampfsystem, die jetzt neu evaluiert wird. Ebenfalls wurde eine aktualisierte Version eines im Jahr 2023 ins Leben gerufenen Aktionsplans unterzeichnet, der Kooperationen von innerer Sicherheit über Migration bis hin zum kulturellen Erbe umfasst.
Interessanterweise erfolgt dieser Schulterschluss zeitgleich mit Herausforderungen in den deutsch-französischen Beziehungen, speziell im Rüstungsbereich. Die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Paris bezüglich des Luftkampfsystems FCAS zeigt derzeit instabile Tendenzen. Auch in der Handelspolitik gibt es Divergenzen, speziell im Hinblick auf ein EU-Abkommen mit den Mercosur-Staaten, das von französischer Seite zunächst blockiert wurde, während Italien schließlich die Zustimmung erteilte. Bereits im Vorfeld eines EU-Sondergipfels zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit am 12. Februar hatten Deutschland und Italien signalisiert, der EU-Binnenmarkt bedürfe einer Vertiefung. Dazu zählen Vorschläge zur Beschleunigung von Genehmigungsprozessen und der Eliminierung überflüssiger Gesetzgebungen, Initiativen, die früher oft von dem "Motor" Deutschland-Frankreich ausgingen.

