Deutschland überholt die USA als größter Importeur brasilianischen Kaffees
Deutschland hat im Jahr 2025 die USA als größten Importeur brasilianischen Kaffees abgelöst. Mit einem Importvolumen von 5,4 Millionen 60-Kilo-Säcken sicherte sich Deutschland einen Anteil von 13,5 Prozent an den gesamten brasilianischen Kaffeeexporten, wie der brasilianische Verband der Kaffee-Exporteure Cecafé bekannt gab.
Der Rückgang der US-Importe ist auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle von 50 Prozent zurückzuführen. Diese Zölle, die infolge eines Strafverfahrens gegen den ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro eingeführt wurden, führten zu einem Rückgang der US-Importe um 33 Prozent auf 5,3 Millionen Säcke. Cecafé-Präsident Márcio Ferreira betonte, dass die Lieferungen in die USA während der fast viermonatigen Zollperiode um 55 Prozent zurückgingen.
Der brasilianische Gesamtexport fiel 2025 auf 40 Millionen Säcke, was einem Rückgang von 20 Prozent entspricht. Trotz geringer Mengen erreichten die brasilianischen Kaffeelieferanten einen Rekordumsatz von 15,5 Milliarden US-Dollar, eine Steigerung von 24 Prozent. Ferreira erklärte, dass neben den Zöllen auch niedrige Lagerbestände und witterungsbedingte Einflüsse zu dem Rückgang beigetragen haben. Der Anstieg der Einnahmen wurde hingegen durch höhere globale Kaffeepreise begünstigt. Brasilien bleibt jedoch unangefochten an der Spitze des Weltmarktes und exportiert Kaffee in über 120 Länder, wobei es mehr als ein Drittel des globalen Marktes abdeckt. Zu den größten Abnehmern zählen neben Deutschland und den USA auch Italien, Japan und Belgien.

