Deutschland erlebt eines der trockensten Frühjahre seit Jahrzehnten
In einem Jahr, das bereits jetzt Wettergeschichte schreibt, erreichte Deutschland diesen Frühling eine der trockensten Phasen seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet in seiner vorläufigen Datenanalyse, dass nur in den Jahren 1893 und 2011 zwischen März und Mai ähnlich niedrige Niederschläge gemessen wurden.
Im Schnitt registrierte das Land nur etwa 96 Liter Regen pro Quadratmeter, was einem Rückgang von etwa 48 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 entspricht. Im Vergleich zur moderneren Periode von 1991 bis 2020 betrug das Defizit rund 44 Prozent, ein Indikator für den fortschreitenden Klimawandel.
Besonders alarmierend waren die Verhältnisse im Nordosten Deutschlands, wo vielerorts kaum 40 Liter pro Quadratmeter fielen. Die Temperatur lag indes bei im Schnitt 9,8 Grad und damit 2,1 Grad über dem Mittelwert der älteren Referenzperiode. Gegenüber der Periode von 1991 bis 2020 betrug der Temperaturanstieg 0,9 Grad.
Zudem verzeichnete das Frühjahr einen bemerkenswerten Anstieg der Sonnenstunden und erreichte nahezu Rekordwerte. Mit rund 695 Sonnenstunden war es das drittsonnigste Frühjahr seit 1951, mit besonders viel Sonnenschein in der Nordsee-Region.

