Deutscher Aktienmarkt stagniert trotz globaler Einflüsse
Obwohl der Tag von wirtschaftlichen Großereignissen wie der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank und einem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping geprägt war, zeigte der deutsche Aktienmarkt kaum Dynamik. Der Dax schloss mit einem minimalen Minus von 0,02 Prozent bei 24.118,89 Punkten. Auch der MDax blieb mit einem Rückgang von 0,19 Prozent auf 29.884,31 Zähler blass.
Europaweit hielten sich die großen Börsenindizes zurück. Der EuroStoxx 50 endete 0,12 Prozent im Minus bei 5.699 Punkten. In der Schweiz und Großbritannien fiel die Entwicklung unterschiedlich aus: Der SMI sank leicht um 0,04 Prozent, während der FTSE 100 um den gleichen Wert zulegen konnte. In den USA schwächelten der Dow Jones Industrial sowie der Nasdaq 100 mit Abschlägen von etwa 0,2 Prozent und 0,8 Prozent.
Die Inflation in Deutschland schwächte sich leicht ab, wobei die Oktober-Verbraucherpreise noch immer 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Eine Senkung der Inflationsrate unter 2 Prozent bis Jahresende bleibt laut dem Chefökonomen von HQ Trust, Michael Heise, unwahrscheinlich.
Die EZB hielt an ihrem aktuellen Leitzins von 2,0 Prozent fest. Die ebenfalls ausbleibende Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed sorgte für kaum neue Impulse. Lange erwartet und ohne große Überraschungen verlief das Treffen zwischen Trump und Xi Jinping; eine Ausschöpfung des Potenzials im Zoll- und Handelsstreit blieb ebenso aus wie Einflüsse auf die Märkte.
In Deutschland standen einige gewichtige Unternehmenszahlen im Fokus. Airbus überzeugte mit einem unerwartet starken Gewinnanstieg im dritten Quartal. Die Aktien legten um 2,1 Prozent zu. Volkswagen hingegen musste einen Kursrückgang von 1,9 Prozent hinnehmen, belastet durch Herausforderungen bei der Tochter Porsche. Scout24 erfreute seine Anleger mit einem optimistischeren Ausblick und einem Kurszuwachs von 3,0 Prozent.
Auch andere prominente Unternehmen erlebten Schwankungen: Bayer brach um 2,5 Prozent ein, nachdem ein US-Gerichtsurteil negative Folgen für das Unternehmen mit sich brachte. Merck sah seine Aktien um 2,1 Prozent fallen, durch ein ungünstiges US-Gerichtsurteil zu Patentrechten.
Hingegen glänzte im MDax die Lufthansa nach positiven Finanzzahlen, was zu einem Anstieg von 7,4 Prozent führte. Eine erfreuliche Perspektive zeichnet sich auch für Aixtron ab, deren Aktien um 5,0 Prozent stiegen. Dagegen erlebte Puma einen deutlichen Rückgang von 8,8 Prozent, während Adidas eine moderate Erholung verzeichnete.
Im SDax erlebte Alzchem mit einem 8,6 Prozent Anstieg ein Highlight, während Stratec mit einem Minus von 9,2 Prozent das Schlusslicht bildete.

