Deutsche Zweifel an Trumps Außenpolitik: NATO, Grönland und globales Engagement im Fokus
Eine aktuelle Umfrage des ZDF-'Politbarometers' wirft ein neues Licht auf die öffentliche Wahrnehmung der US-Außenpolitik unter Präsident Donald Trump in Deutschland. Eine deutliche Mehrheit von 78 Prozent der Befragten sieht die Politik Trumps als Bedrohung für den Fortbestand der NATO an, während nur 18 Prozent diese Ansicht nicht teilen.
Zusätzliches Aufsehen erregte Trumps geäußerter Wunsch, die rohstoffreiche Insel Grönland, die derzeit dem NATO-Mitglied Dänemark zugeordnet ist, zu erwerben. In diesem Kontext betonte die dänische Premierministerin Mette Frederiksen die Priorität der kollektiven Verteidigungspolitik innerhalb der NATO.
Ebenfalls erwähnenswert sind die Militäraktionen der US-Streitkräfte in Venezuela, wo zu Jahresbeginn der autoritäre Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde. Diese Aktion erfolgte nach Trumps Forderung, von den venezolanischen Ölexporten zu profitieren. Die Mehrheit der Deutschen (69 Prozent) wünschen sich eine klare Distanzierung der EU von solchen US-Vorgehensweisen.
In Bezug auf die Protestbewegungen im Iran zeigen sich die Meinungen der Deutschen gespalten. Während 37 Prozent ein US-Eingreifen befürworten würden, lehnt es die gleiche Anzahl ab. Die potentielle Bundeswehr-Beteiligung an einer Waffenruhe in der Ukraine ist ebenfalls umstritten. Eine knappe Mehrheit von 49 Prozent befürwortet eine solche Beteiligung, wobei deutliche Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland bestehen. Die Umfrage, die vom 13. bis 15. Januar von der Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt wurde, ist repräsentativ für die Wahlberechtigten in Deutschland.

