Deutsche Häfen: Dramatischer Appell für mehr Investitionen
Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordern eine drastische Erhöhung der staatlichen Ausgleichszahlungen zur Unterstützung der deutschen Häfen. Die aktuelle Zuwendung von 38 Millionen Euro jährlich sei bei weitem nicht ausreichend, um die dringend notwendigen Maßnahmen zur Instandhaltung, Modernisierung und Digitalisierung der Hafeninfrastruktur zu finanzieren und potenzielle Milliardenlöcher bei Sanierungen zu verhindern. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) fordern sie eine Erhöhung auf 500 Millionen Euro jährlich, um den anvisierten Investitionsbedarf von rund 15 Milliarden Euro zu decken.
Die im Schreiben geäußerten Bedenken unterstreichen die essentielle Rolle, die Deutschlands maritime Drehscheiben für die nationale Wirtschaft spielen. Neben ihrer Bedeutung für den Außenhandel und die Versorgung des Landes gelten die Häfen als Schlüsselfaktoren für die industrielle Produktion, die Verteidigungsplanung und die Energiewende. Letztere verleihe den Häfen eine herausragende Funktion als Innovationsmotor. Darüber hinaus sind die Hafenbetriebe und die damit verbundenen Industrien für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen unerlässlich.
Diese eindringliche Aufforderung wurde nicht nur an das Finanzministerium gerichtet, sondern auch an den Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), den Maritimen Koordinator der Bundesregierung Christoph Ploß (CDU) sowie an Schlüsselakteure in den Parlamentarischen Ausschüssen für Haushalt und Verkehr. Zusätzlich erhielten die Wirtschaftsminister der fünf Küstenbundesländer das Schreiben, das auf dringende Investitionen pocht, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands langfristig zu gewährleisten.

