Deutsche Exporte im Dezember deutlich gesunken

02. Februar 2023, 08:08 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts) - Die deutschen Exporte sind im Dezember deutlich gesunken. Der Rückgang gegenüber November betrug kalender- und saisonbereinigt 6,3 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Es ist der kräftigste Rückgang seit dem Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie.

Die Importe sind anders als die Exporte schon seit September deutlich im Sinkflug, der sich im Dezember auf ein Minus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vormonat beschleunigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2021 waren die Exporte aber immer noch um 5,9 Prozent höher und die Importe um 3,0 Prozent. Im Gesamtjahr 2022 nahmen die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, die Importe stiegen insbesondere aufgrund der infolge des Kriegs in der Ukraine stark gestiegenen Preise für die Einfuhr von Energie deutlich stärker um 24,3 Prozent. Der kalender- und saisonbereinigte Exportüberschuss sank damit 2022 bereits im fünften Jahr in Folge, so die Statistiker. Im Dezember 2022 wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 127,4 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 117,4 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im Dezember 2022 mit einem Überschuss von 10,0 Milliarden Euro ab. Im November 2022 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik +10,9 Milliarden Euro betragen, im Dezember 2021 hatte er bei +6,3 Milliarden Euro gelegen. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Dezember 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 70,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 58,7 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber November 2022 sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 4,0 Prozent und die Importe aus diesen Staaten um 4,8 Prozent. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 49,8 Milliarden Euro (-3,2 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 39,9 Milliarden Euro (-4,9 Prozent) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 21,1 Milliarden Euro (-5,7 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 18,8 Milliarden Euro (-4,5 Prozent) von dort importiert. In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Dezember 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 56,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 58,8 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber November 2022 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 9,1 Prozent und die Importe von dort um 7,4 Prozent ab. Die meisten deutschen Exporte gingen im Dezember 2022 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 10,0 Prozent weniger Waren exportiert als im November 2022. Damit nahmen die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 12,3 Milliarden Euro ab. Die Exporte in die Volksrepublik China sanken um 14,2 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro, die Exporte in das Vereinigte Königreich gingen um 24,3 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro zurück. Die meisten Importe kamen im Dezember 2022 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 13,5 Milliarden Euro eingeführt, das waren 14,0 Prozent weniger als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten sanken um 7,3 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 6,6 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro ab. Die Exporte in die Russische Föderation sanken im Dezember 2022 gegenüber November 2022 kalender- und saisonbereinigt um 16,7 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro, gegenüber Dezember 2021 nahmen sie um 59,8 Prozent ab. Die Importe aus Russland stiegen im Dezember 2022 gegenüber November 2022 um 0,1 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Nominal, also nicht kalender- und saisonbereinigt, wurden im Dezember 2022 Waren im Wert von 123,9 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 114,2 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2021 stiegen die Exporte damit um 5,9 Prozent und die Importe um 3,2 Prozent. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Dezember 2022 mit einem Überschuss von 9,7 Milliarden Euro ab. Im Dezember 2021 hatte der Saldo +6,3 Milliarden Euro betragen. Im Jahr 2022 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1.574,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 1 494,4 Milliarden Euro importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2022 mit einem Überschuss von 79,7 Milliarden Euro ab. Das war der niedrigste Saldo aus Exporten und Importen seit dem Jahr 2000. Im Jahr 2021 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +175,3 Milliarden Euro betragen. Damit hat sich der Exportüberschuss 2022 gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert, so das Statistische Bundesamt.

Wirtschaft / DEU / Wirtschaftskrise
02.02.2023 · 08:08 Uhr
[0 Kommentare]
Eleganz-Leitfaden sorgt bei Frankreichs Bahn für Ärger
Paris (dpa) - Frankreichs Staatsbahn SNCF hat mit einer Bekleidungs-Etikette für ihre Beschäftigten Kritik von Gewerkschaften ausgelöst. In dem Leitfaden waren unter anderem Tipps zu Schminke und zur passenden Kleiderwahl je nach Figurtyp enthalten. Auch Mitarbeiter im TGV-Fernverkehr, die keine Uniform trugen, sollten demnach die «Élégance à la […] (00)
vor 42 Minuten
Conan O’Brien hat eine 'kraftvolle' Oscar-Hommage an seinen verstorbenen Freund Rob Reiner geplant.
(BANG) - Conan O’Brien hat eine "sehr kraftvolle" Hommage an seinen verstorbenen Freund Rob Reiner bei den kommenden Academy Awards geplant. Der 'When Harry Met Sally'-Regisseur und seine Ehefrau Michele Singer Reiner wurden am 13. Dezember tot in ihrem Haus aufgefunden – nur wenige Stunden nachdem sie mit ihrem Sohn Nick eine Weihnachtsfeier von Conan […] (00)
vor 8 Stunden
Pokémon – Mega-Entwicklung Wachsendes Chaos – Erweitert euer Deck mit neuen Boosterpacks
The Pokémon Company International gab heute bekannt, dass die neueste Erweiterung  Mega-Entwicklung – Wachsendes Chaos  des Pokémon-Sammelkartenspiel ab dem 22. Mai 2026 weltweit im teilnehmenden Einzelhandel erhältlich sein wird. In Pokémon-Sammelkartenspiel:   Mega-Entwicklung – Wachsendes Chaos  erleben Pokémon-Trainer: innen, wie Mega-Floette-ex […] (00)
vor 5 Stunden
GreedFall: The Dying World ist jetzt erhältlich
NACON  und  Spiders Studio  geben die Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten Rollenspiels  GreedFall: The Dying World  bekannt. Das Spiel baut auf dem Erfolg des ersten Teils, der mehr als zwei Millionen Spielende begeisterte, auf und ist ab heute für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erhältlich. Neben dem Launchtrailer gibt es außerdem ein […] (00)
vor 5 Stunden
«Mystery Road: Origin» kehrt mit zweiter Staffel zurück
Die Prequel-Serie zum australischen Krimihit «Mystery Road» startet Ende März in ihre zweite Staffel. Acorn TV bringt die australische Krimiserie Mystery Road: Origin am 23. März 2026 mit einer neuen Staffel zurück. Die zweite Staffel umfasst sechs Episoden, die jeweils montags veröffentlicht werden. Neben Acorn TV wird die Serie auch über AMC+ verfügbar sein. Die Serie wird von Bunya […] (00)
vor 2 Stunden
Sigma Olmütz - FSV Mainz 05
Olmütz (dpa) - Der FSV Mainz 05 hat die Chance auf das erste Europapokal-Viertelfinale in der Vereinsgeschichte gewahrt. Der Fußball-Bundesligist trennte sich im Achtelfinal-Hinspiel der Conference League auswärts vom tschechischen Pokalsieger Sigma Olmütz mit einem 0: 0. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag (18.45 Uhr) können die Mainzer mit einem […] (00)
vor 2 Stunden
kostenloses stock foto zu aktienmarkt, bargeldlos, berlin
Eine aktuelle Analyse der Krypto-Analyseplattform CoinCodex zeigt ein düsteres Bild für Shiba Inu (SHIB)-Investoren, die auf eine Rückkehr zu früheren Höchstständen hoffen. Laut der KI-gestützten Plattform ist es höchst unwahrscheinlich, dass SHIB sein Allzeithoch von 2021 in absehbarer Zeit erreichen wird. Der Meme-Coin, der für seine Volatilität […] (00)
vor 51 Minuten
Ford verschärft Rückruf beim Kuga Plug-in-Hybrid
Lahr, 12.03.2026 (lifePR) - Ford hat Halter des Kuga Plug-in-Hybrid mit einem neuen Rückrufschreiben vom 26. Februar 2026 erneut vor schwerwiegenden Risiken der Hochvoltbatterie gewarnt. In dem Schreiben zum Produktsicherheitsrückruf 25SC4 heißt es, dass sich in Zellen der Hochvoltbatterie „möglicherweise ein interner Kurzschluss“ entwickeln könne und […] (00)
vor 7 Stunden
 
Fahrmischer (Archiv)
Berlin - Der Anstieg der Energiepreise könnte das Bauen in Deutschland wieder […] (00)
Ricarda Lang (Archiv)
Berlin - Ex-Grünenchefin Ricarda Lang schreibt den Wahlerfolg von Cem Özdemir in […] (03)
Solarzellen auf Hausdach (Archiv)
Wiesbaden - Nach wie vor setzen immer mehr Unternehmen und private Haushalte in […] (02)
Kevin Kühnert (Archiv)
Berlin - Ex-SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert sieht derzeit kaum Chancen für eine […] (01)
Atalanta Bergamo - Bayern München
Bergamo (dpa) - Beim nächtlichen Bankett setzte sich Michael Olise im Gegensatz zu […] (02)
Hugh Dancy
(BANG) - Hugh Dancy, Dominic West, Rose Leslie und weitere Schauspieler wurden für […] (00)
Warnung an den Tech-Sektor: Trump macht Nvidia-Chips zur ultimativen geopolitischen Waffe
Die US-Regierung reißt die absolute Kontrolle über die globale KI-Infrastruktur an […] (03)
Samsung Galaxy S26-Serie & Buds4-Serie – Mehr als nur fortschrittliche Technologien
Die Samsung Galaxy S26-Serie und die Samsung Galaxy Buds4-Serie sind jetzt weltweit […] (00)
 
 
Suchbegriff