Deutsche Bahn kämpft mit Pünktlichkeitsproblemen im März
Die jüngsten Statistiken zur Pünktlichkeit der Fernzüge der Deutschen Bahn offenbaren eine besorgniserregende Entwicklung: Im März erreichte die betriebliche Pünktlichkeit der ICE- und IC-Züge lediglich 65,6 Prozent. Dies bedeutet einen Rückgang um zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr und wirft Fragen zur Belastbarkeit des deutschen Schienennetzes auf.
Als Ursachen für diese Misere gibt die Bahn unter anderem die zahlreichen Baustellen an, die zur Verbesserung der Infrastruktur unabdingbar seien. Doch auch unerwartete Zwischenfälle trugen zum Chaos bei: Zwei Hobbygärtner sorgten mit einem missglückten Baumfällversuch für eine tagelange Sperrung der Strecke zwischen Hamburg und Hannover, während ein Vogel am Mainzer Hauptbahnhof zu einem Kurzschluss und weiteren Zugausfällen führte.
Während ein Fernzug mit einer Verspätung von sechs Minuten in die Statistik eingeht, werden Zugausfälle in die sogenannte Reisendenpünktlichkeit einbezogen. Diese lag im März bei moderaten 71,0 Prozent und übertraf damit leicht den Vorjahreswert von 70,5 Prozent.
Das ausgedünnte und sanierungsbedürfte Streckennetz sowie die veraltete Infrastruktur gelten als Hauptfaktoren für die Verzögerungen. Die Deutsche Bahn plant umfassende Sanierungen, um die betriebliche Pünktlichkeit bis 2027 auf 75 bis 80 Prozent zu erhöhen.

