Der Wandel im Einzelhandel: Insolvenztrend öffnet neue Chancen
Der Einzelhandel steht im Jahr 2025 vor besonders großen Herausforderungen: Insolvenzen in der Branche nehmen rapide zu. Bekannte Namen wie Claire's und Rite Aid reihen sich dieses Jahr in die wachsende Liste der Insolvenzfälle ein. Im Sommer stiegen die Insolvenzanträge in den USA sogar über die pandemiebedingten Spitzenwerte von 2020.
Besonders betroffen sind Einzelhandelsketten aufgrund des anhaltenden Trends zum Onlinehandel, importgetriebenen Kostensteigerungen und einer wachsenden Kluft im Konsumverhalten vermögender und einkommensschwächerer Haushalte.
Aber es gibt auch Lichtblicke am Horizont. Analysten der UBS betonen, dass der Anstieg der Insolvenzen für bestimmte Aktien positiv sein könnte. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht zeigt auf, dass insbesondere die Schließungen von Rite Aid und Claire's Filialen attraktive Chancen für ausgewählte Unternehmen bieten.
Die UBS-Analyse geht davon aus, dass zwischen 2024 und 2029 bis zu 40.000 Einzelhandelsgeschäfte in den USA schließen könnten. Dabei sehen die Analysten rund um Michael Lasser insbesondere Walmart, Dollar Tree und Dollar General in einer günstigen Position, um von den Schließungen zu profitieren. Costco und Kroger könnten hingegen von den Schwierigkeiten bei Rite Aid Unterstützung erfahren.
Im Zentrum der Analyse steht die Nähe geschlossener Filialen zu Mitbewerbern. So waren ganze 87% der Dollar Tree Standorte in einer zehnminütigen Fahrtdistanz zu Rite Aid Filialen. Dollar General folgt mit 67% und Walmart mit 58%. Diese örtliche Nähe könnte maßgeblich für einen Anstieg der Kundenzahlen sein. Obwohl sowohl Claire's als auch Rite Aid Verluste im vorderen Bereich des Geschäfts verzeichnen, sehen Analysten den Dollar Tree als Hauptprofiteur dank seiner Standortpolitik.
Walmart hingegen könnte besonders von den Rite Aid Schließungen profitieren, da das Unternehmen stark in den Bereich Pharmazie investiert hat und hier ein verstärktes Wachstum zu erwarten ist.

