DAX verharrt nach Rekordhoch – Wachstumshoffnungen bleiben bestehen
Der DAX konnte nach seinem Rekordhoch am Donnerstag den Höhenflug nicht fortsetzen und stagnierte am Freitagnachmittag bei 24.618 Punkten, nahezu unverändert zum Schlussstand des Vortages. Mit einem Jahresplus von fast 25 Prozent bleibt der deutsche Leitindex dennoch ein Börsenliebling, was auch der Marktstratege Alastair Pinder von HSBC betont. Grund für den Optimismus ist das massive Investitionsprogramm der Bundesregierung in Höhe von 500 Milliarden Euro, was ungefähr 12 Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung entspricht. Doch es gibt Anzeichen, dass Investoren mehr Interesse an mittelgroßen Unternehmen im MDax zeigen könnten.
Der MDax fiel unterdessen um 0,7 Prozent auf 30.707 Punkte, während der EuroStoxx 50 nahezu unverändert blieb. Im Blickpunkt der Anleger standen insbesondere Rüstungstitel, bei denen Gewinne mitgenommen wurden. So verlor Hensoldt 4 Prozent, Renk gab um 3,6 Prozent nach, und Rheinmetall fiel um 1,1 Prozent, trotz der Aussicht auf einen attraktiven Großauftrag der Bundesregierung für mehr als 600 Skyranger-Flugabwehrsysteme.
Positive Bewegungen zeigten sich hingegen bei Ströer, dessen Aktien um 5,5 Prozent zulegten. Hintergrund ist das Interesse des Infrastruktur-Investors I Squared an der Außenwerbesparte des Unternehmens, wie aus einem Bericht von Bloomberg hervorgeht. Demgegenüber musste Energiekontor einen herben Einbruch von fast 20 Prozent hinnehmen, nachdem der Wind- und Solarparkentwickler seine Geschäftserwartungen aufgrund von Schwierigkeiten in Deutschland und Großbritannien reduzieren musste.
Auch Brenntag-Aktien gaben um 1,6 Prozent nach, bedingt durch eine Verkaufsempfehlung von UBS. BASF hingegen könnte von der geplanten Veräußerung der Lacksparte an den Finanzinvestor Carlyle profitieren, was durch einen leichten Kursanstieg von 0,8 Prozent reflektiert wurde. Der erwartete Unternehmenswert der Sparte wird auf 7,7 Milliarden Euro geschätzt.

