DAX unter Druck: Politische Spannungen und Umsatzsorgen belasten Märkte
Die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklungen im Nahen Osten hat die Märkte erneut in Bedrängnis gebracht. Der DAX verlor 1,4 Prozent und notierte bei 23.376 Punkten, nachdem US-Präsident Donald Trump den G7-Gipfel überraschend früh verlassen hatte. Diese politische Entscheidung, die mit der instabilen Lage in der Region begründet wurde, ließ die im Wochenverlauf erworbenen Gewinne dahinschmelzen.
Auch der MDax und der EuroStoxx 50 konnten sich der negativen Stimmung nicht entziehen und verzeichneten Verluste. Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets sieht die 50-Tage-Durchschnittslinie als entscheidenden charttechnischen Faktor, der aktuell noch Bestand hat. Sollte diese Linie halten, könnte die markttechnische Situation stabil bleiben, trotz der kurzfristigen Korrektur. Dennoch bleibt die Unvorhersehbarkeit im Nahen Osten ein lähmender Faktor für die Investoren in Frankfurt.
Besonders hart getroffen wurden die Aktien von Fresenius Medical Care, die um 5,6 Prozent absackten. Ein Kapitalmarkttag in London brachte nicht die erhofften positiven Impulse, wie Analysten von Jefferies und JPMorgan erklärten. Auch Rheinmetall sowie die Rüstungsunternehmen Renk und Hensoldt sahen sich erheblichen Gewinnmitnahmen ausgesetzt.
Im US-Markt machte Softbank Schlagzeilen mit dem Verkauf eines großen T-Mobile-Pakets, was die Aktien von T-Mobile sowie deren Muttergesellschaft Deutsche Telekom belastete. Ein vorgeschlagener Gesetzentwurf der US-Republikaner übte zusätzlich Druck auf erneuerbare Energien aus. Aktien von SMA Solar und Nordex litten in diesem Zuge unter deutlichen Verlusten, was durch Unsicherheiten über die Zukunft der Steuergutschriften für erneuerbare Energien verursacht wurde.

