Dax unter Druck: Anlegervorsicht und US-Arbeitsmarktzahlen lassen Kurse fallen
Der jüngste Rückgang des Dax auf den niedrigsten Stand seit Juni spiegelt die wachsende Zurückhaltung der Investoren wider. Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten am Donnerstag wächst die Sorge, dass die US-Notenbank eine Zinssenkung im Dezember möglicherweise aussetzen könnte. Diese Unsicherheit wird zusätzlich durch die bevorstehende Veröffentlichung des Quartalsberichts von Nvidia verstärkt, der die Leistungsfähigkeit der viel diskutierten Künstlichen Intelligenz erneut auf den Prüfstand stellen soll.
Im frühen Handel am Dienstag fiel der Dax bis auf 23.227 Punkte. Im weiteren Verlauf konnte er zwar leicht auf 23.262 Punkte aufholen, verbuchte jedoch einen Verlust von 1,39 Prozent. Der MDax traf es sogar noch härter und er sank um 1,88 Prozent auf 28.541 Punkte. Auch der EuroStoxx musste einen Rückgang von 1,52 Prozent auf 5.556 Punkte hinnehmen.
Besonders besorgniserregend für Marktbeobachter ist, dass der Dax erstmals seit April wieder unter seine 200-Tage-Durchschnittslinie gerutscht ist. Martin Utschneider, Chartexperte bei Robomarkets, warnt davor, dass ein nachhaltiges Unterschreiten dieser Linie den seit dem Frühling bestehenden Seitwärtstrend gefährden könnte. Noch in der letzten Woche hatten Hoffnungen auf eine mögliche Jahresendrally bestanden, die den Dax zurück in Richtung des Oktober-Rekords von 24.771 Punkten hätte treiben können.

