Dax mit verhaltener Erholungsbewegung trotz positiver internationaler Signale
Die Erholungsphase des Dax zeigt sich zu Beginn der Woche fortgesetzt, dabei profitierend von einem positiven internationalen Börsenumfeld. In der frühen Montagssitzung näherte sich der Dax der bedeutenden 25.000-Punkte-Marke bis auf 60 Punkte. Mangels weiterer Impulse verlangsamte sich jedoch der Anstieg und das Plus belief sich zuletzt auf moderate 0,36 Prozent, entsprechend 24.811 Punkten. Noch am Donnerstag lag der Index dicht an seinem Jahrestief bei 24.272 Punkten.
Besonders gespannt erwarten die Marktteilnehmer die bevorstehenden Veröffentlichungen der US-Arbeitsmarktdaten und Inflationszahlen. Diese könnten entscheidend dafür sein, ob der Dax über den Widerstand von 25.000 Punkten klettert, wie Jochen Stanzl von der Consors Bank in einer Analyse hervorhob.
International gab es erfreuliche Entwicklungen: Nach dem Wahlsieg der Regierungspartei in Japan verzeichnete der Nikkei-225 in Tokio neue Höchststände. Ähnlich optimistisch zeigte sich die Lage an der Wall Street, wo der Dow Jones Industrial am Freitag erstmals über 50.000 Punkte stieg. Auch der US-Technologiesektor, die Edelmetallmärkte und Kryptowährungen verbuchten Erholungsversuche.
In Deutschland rückten insbesondere Rüstungswerte wieder in den Fokus der Anleger. Rheinmetall unterstützte den Dax mit einem deutlichen Kursplus von zwei Prozent. Auch Renk stieg im MDax um vier Prozent, angeregt durch eine Kaufempfehlung von Warburg Research. Experten mahnen jedoch zur Vorsicht und weisen darauf hin, dass Rückschläge gerade im Rüstungssektor Chancen für weitere Investitionen bieten könnten.
Die Erholung im Dax wurde weiter durch steigende Aktien von Scout24 befeuert, beflügelt durch eine positive Bewertung der UBS und eine Kaufempfehlung. Grenke setzte ebenfalls seinen Erholungstrend fort, nachdem das Unternehmen von der Privatbank Berenberg erneut auf die Favoritenliste gesetzt worden war. Das Umfeld war zudem günstig für europäische Banken: Commerzbank-Aktien stiegen um zwei Prozent, während Unicredit von einer geplanten großen Dividendenausschüttung profitierte.
Symrise litt hingegen unter einer europaweiten Schwäche im Sektor, insbesondere beeinflusst von DSM Firmenich, das durch den geplanten Verkauf seiner Tiernahrungssparte negativ beeinflusst wurde. Bechtle, der IT-Dienstleister, setzte seinen Abschwung fort, geplagt von enttäuschenden Jahreszielen und dem niedrigsten Kursniveau seit November.

