Dax im Wartemodus: Anleger blicken nach Jackson Hole
Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich weiterhin unentschlossen, mit dem Dax, der auch am Donnerstag ohne deutliche Richtung startet. Investoren warten gespannt auf Entwicklungen in den Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt und auf mögliche neue geldpolitische Weichenstellungen vom Treffen der Notenbanker in Jackson Hole, Wyoming. Der X-Dax, ein Vorläufer des deutschen Leitindex, zeigt eine Stunde vor Beginn des Handels einen minimalen Anstieg von 0,04 Prozent auf 24.286 Punkte. Eine technische Barriere bleibt bei etwa 24.500 Punkten bestehen, während das bisherige Rekordhoch von 24.639 Punkten, das im Juli erreicht wurde, weiterhin Bestand hat.
'Der Dax verharrt im Abwarte-Modus', erklärt Thomas Altmann, Portfolio-Manager bei QC Partners. In Erwartung weiterer geldpolitischer Hinweise vom Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, der am Freitag seine Rede hält, hoffen viele auf klare Signale für eine mögliche Zinssenkung im September. Parallel dazu wird der EuroStoxx 50 ohne Veränderung prognostiziert. Während in den USA die Technologiewerte zuvor Verluste hinnehmen mussten, konnte der Nasdaq 100 gegen Ende des Handelstages einige seiner Einbußen wieder ausgleichen.
Am deutschen Markt erregte CTS Eventim Aufmerksamkeit, da die Aktie im vorbörslichen Handel auf Tradegate um über 10 Prozent fiel. Der Konzert- und Ticketveranstalter hatte im zweiten Quartal entgegen den Erwartungen einen erheblichen Gewinneinbruch erlitten. Ein Analyst bewertete die Ergebnisse als 'insgesamt sehr schwach', obwohl das Unternehmen trotz der genannten Herausforderungen seine Jahresziele bestätigte. Unterdessen gelang es dem Spezialverpackungshersteller Gerresheimer, nach einem Investitionsschub durch einen aktivistischen Aktionär aus Luxemburg, sich teilweise von Verlusten zu erholen. Die Aktien, die seit 2025 mit einem Verlust von 38 Prozent notierten, verzeichneten am Donnerstag ein leichtes Plus von 1,6 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss.

