DAX im Sinkflug: Schwache Zeichen aus Europa und gemischte US-Daten belasten
Am Freitag stehen die deutschen Handelsplätze im Zeichen eines schwachen Auftakts in den neuen Börsenmonat August, während der DAX die 24.000-Punkte-Schwelle bedroht. Bereits vor dem Xetra-Start deutete der Broker IG auf einen Rückgang von 0,42 Prozent hin, was einem Stand von 23.964 Punkten entspräche. Auf Wochenbasis zeichnen sich damit Verluste von etwa einem Prozent ab.
Der Hintergrund für diese Entwicklung liegt in enttäuschenden Unternehmenszahlen aus Deutschland und gedämpfteren Signalen von der US-Geldpolitik. Mislav Matejka, Stratege bei JPMorgan, hebt hervor, dass europäische Unternehmen bei den Gewinnzuwächsen je Aktie hinter ihren US-amerikanischen Konkurrenten zurückbleiben. Dies untermauere seine Einschätzung, dass die aktuellen Kursgewinne in der Eurozone ins Stocken geraten könnten.
Auch starke Quartalsberichte von US-Technologieriesen wie Microsoft und Meta schafften es am Vortag nicht, die US-Börsen zu beflügeln. Gemischte Ergebnisse von Apple und Amazon setzten den Akzent auf die Marktunsicherheit: Apple überzeugte mit positiven Resultaten, während Amazon mit einem zurückhaltenden Ausblick enttäuschte.
Ein Augenmerk richtet sich zudem auf den wichtigen US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag. Ein starkes Ergebnis könnte die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die Federal Reserve dämpfen. Besonders Zuwächse in Beschäftigung und Löhnen stehen im Fokus der Fed, so Thomas Altmann von QC Partners. Sollte der Arbeitsmarktbericht schwach ausfallen, könnte sich jedoch die Tür für Zinssenkungen im September öffnen.

