Dax erholt sich deutlich – Anleger hoffen auf Jahresendrally
Der deutsche Aktienmarkt startete die neue Woche mit einem deutlichen Aufschwung, was die Hoffnung auf eine mögliche Jahresendrallye nährt. Der Dax, der in der Vorwoche schwächelte, konnte am Montag seine Position merklich verbessern. Diese positive Entwicklung wird von Marktbeobachtern mit der traditionell guten Performance des Novembers in Verbindung gebracht, einem Monat, der historisch betrachtet oft positiv für die Märkte war.
Zum Mittag erreichte der Dax 24.203,83 Punkte und legte damit um 1,02 Prozent zu, womit er nicht nur eine Serie von Verlusttagen beendete, sondern auch die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten hinter sich ließ. Auch der MDax konnte um 0,81 Prozent zulegen und erreichte 29.991,35 Punkte, während der EuroStoxx 50 um 0,7 Prozent zulegte.
Börsenexperte Christoph Geyer äußerte sich optimistisch zur statistischen Marktlage und dem Potenzial für eine Jahresendrally, vorausgesetzt es bleibt ruhig auf der internationalen Handelsfront. Unterdessen verwies Thomas Altmann von QC Partners auf den positiven historischen Trend des Novembers, während er gleichzeitig auf die anhaltenden Unsicherheiten durch den US-Government-Shutdown hinwies.
Im Unternehmenssektor standen Autoaktien aufgrund von positiven Signalen seitens des wichtigen Chip-Herstellers Nexperia im Fokus. Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW zählten mit deutlichen Kursgewinnen zu den großen Gewinnern im Dax. Im MDax kletterten die Porsche AG-Aktien ebenfalls um 2 Prozent.
Besonders stützend für die Mercedes-Benz-Papiere wirkte eine Kaufempfehlung der DZ Bank, die den fairen Wert der Aktien auf 64 Euro anhob. Continental und Hella unter den Autozulieferern verzeichneten ebenfalls Kursgewinne. Die Kion-Aktie setzte ihren Aufschwung fort und legte um 4,7 Prozent zu, gestärkt durch den Bruch eines charttechnischen Widerstands.
Lufthansa profitierte von einem positiven Analystenkommentar der UBS, was zu einem Kursanstieg von 3 Prozent führte. Das Kursziel wurde auf 9,50 Euro erhöht, wobei Analyst Jarrod Castle weiteres Aufwärtspotenzial erkennt. Immobilienaktien hingegen setzten ihren Abwärtstrend fort, beeinflusst durch die jüngsten Entscheidungen der US-Notenbank Fed zur Zinspolitik.

