David Ellison: Der unerschrockene Medien-Investor
David Ellison, der neue starke Mann bei Paramount, hat sogleich mit bemerkenswerten Investitionen aufhorchen lassen. Nicht weniger als 7 Milliarden US-Dollar investierte er in Streaming-Rechte für die UFC, außerdem sicherte er sich Partnerschaften mit den Starproduzenten von „Stranger Things“ und die Filmrechte für „Call of Duty“. Dies ist jedoch nicht alles; zuvor hatte Paramount bereits, mit Ellisons Segen, ein Mammutgeschäft über 1,5 Milliarden US-Dollar mit den Schöpfern von „South Park“ abgeschlossen. Dass Ellison derart großzügig agieren kann, liegt möglicherweise auch an seinem familiären Hintergrund. Sein Vater Larry Ellison, Mitbegründer von Oracle und seit kurzem reichster Mann der Welt, hatte den Erwerb von Paramount maßgeblich finanziert.
Dennoch erfolgt die Finanzierung von Paramounts aktuellen Projekten unabhängig von dem Vermögen des Vaters, da das Unternehmen börsennotiert ist. Die jüngsten Unternehmensstrategien könnten einige Investoren jedoch beunruhigen. Angesichts eines geplanten Personalabbaus und der Bewertung Paramounts von etwa 17 Milliarden US-Dollar stehen einige Fragen im Raum. Doch David Ellison musste sich bisher keine Sorgen machen. Die Kontrolle von ihm und seinem Vater über das Unternehmen gibt ihm einen bemerkenswerten Spielraum.
Ein potentieller weiterer Coup könnte etwa die Übernahme von Warner Bros. umfassen, eine für Ellison theoretisch erreichbar erscheinende Möglichkeit. Diese finanzielle Bewegungsfreiheit ist ein Privileg, das in der Medienszene nur wenigen Protagonisten zuteilwird. Während sich der Markt bewegt, bleibt Ellison ein unerschütterlicher Player.

