Datenschutz ist Vertrauensarbeit: Datenschutzbeauftragte stärken statt Ressourcen ausdünnen
Branchenimpuls zu sinkenden Datenschutzbudgets – BvD: Pflichten bleiben, Vertrauen braucht Zuständigkeit und Kompetenz.
Berlin, 24.02.2026 (PresseBox) - Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V. warnt davor, den Datenschutz in Unternehmen als „Sparposition“ zu behandeln. Datenschutz ist die Grundlage für Vertrauen, Rechtssicherheit und eine erfolgreiche Digitalisierung. Er kann nicht „nebenbei“ umgesetzt werden, sondern erfordert klare Zuständigkeiten, Fachkenntnisse und eine Rolle, die berät, priorisiert und wirksam in Organisationen verankert ist.
Anlass ist ein aktueller Branchenbericht, der auf Basis einer Befragung von Datenschutzfachleuten in Europa darauf hinweist, dass viele Teams ihre Ausstattung als unzureichend bewerten und für das Jahr 2026 weitere Budgetrückgänge erwarten. Gleichzeitig werden Personalengpässe, insbesondere in technischen Datenschutzrollen, als Problem beschrieben.
Für den BvD ist dabei entscheidend: Unabhängig von der Diskussion über Ressourcen bleiben die datenschutzrechtlichen Pflichten bestehen. Wenn die Rolle des Datenschutzbeauftragten geschwächt wird oder er zu spät eingebunden wird, entstehen nicht „weniger Bürokratie“, sondern Unsicherheit, Reibungsverluste und zusätzliche Belastungen – bis hin zur Verlagerung operativer Verantwortung in die Geschäftsführung.
Der BvD empfiehlt Unternehmen und Organisationen daher eine kurze, pragmatische Standortbestimmung:
- Datenschutzbeauftragte sollten frühzeitig in neue Vorhaben eingebunden werden.
- Ihre Rolle, ihre Ressourcen und ihre Eskalationswege sollten klar in den Geschäftsprozessen verankert werden.
- Der Datenschutz sollte als Managementthema behandelt werden – risikobasiert, dokumentiert und entscheidungsfähig.

