Dänemark im Drohnenalarm: Flughafenbetrieb erneut gestört
Erneut haben Drohnensichtungen den Flugverkehr in Dänemark gestört, nachdem bereits kürzlich der Flughafen von Kopenhagen betroffen war. In der jüngsten Nacht wurden Drohnen über mehreren dänischen Flughäfen gesichtet, was zur vorübergehenden Schließung des Luftraums über dem Flughafen von Aalborg führte. Diese Stadt ist nicht nur die Heimat der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, sondern auch ein strategisch wichtiger Punkt im nördlichen Teil des Landes.
Zusätzlich wurden Drohnen nahe den Flughäfen in den Hafenstädten Esbjerg und Sønderborg sowie über dem Militärflugplatz Skrydstrup gesichtet. Glücklicherweise bestand keinerlei Gefahr für Passagiere oder die lokale Bevölkerung. Trotz intensiver Polizeibemühungen konnten die Drohnen zunächst nicht ausfindig gemacht werden.
Mette Frederiksen hat die Vorfälle als schwerwiegenden Anschlag auf die kritische dänische Infrastruktur bezeichnet, wobei eine Verantwortung Russlands im Raum steht – der Kreml bestreitet jedoch jegliche Verwicklung. Während der Betrieb in Kopenhagen mittlerweile wieder normal läuft, ging das nächtliche Szenario in Aalborg glimpflicher aus, da nur einige Flüge beeinträchtigt wurden.
Besondere Besorgnis bereiten die Parallelen zwischen den Vorfällen in Aalborg und Kopenhagen. Die Drohnen waren auch dieses Mal mit eingeschaltetem Licht sichtbar, was auf einen gut organisierten Einsatz hinweist. Die dänische Reichspolizei spricht weiterhin von einem umsichtigen und hochfähigen Akteur hinter diesen Störungen.
Noch komplizierter wird die Lage durch unbestätigte Berichte über Drohnenaktivität am Flughafen in Billund, bekannt als Sitz des Spielzeugriesen Lego. Diese führten zu einer kurzfristigen Flughafenschließung. Die Behörden halten sich mit weiteren Statements zurück, bis Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und Justizminister Peter Hummelgaard offiziell Stellung beziehen.

