Cybersicherheit in Deutschland: Zusammenarbeit als Schlüssel zur Bedrohungsabwehr
Die Bedrohungen durch immer raffiniertere Cyberkriminelle stellen Deutschlands Sicherheitsbehörden vor neue Herausforderungen. Sinan Selen, der Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, betont auf einer Konferenz zur Cybersicherheit in Potsdam die Vielseitigkeit der eingesetzten Angriffsstrategien. Diese reichen von Spionage über Sabotage bis hin zur Desinformation und erfordern ein umfassendes Abwehrkonzept.
Ein pragmatischer Ansatz in der Zusammenarbeit aller Beteiligten sei notwendig, um diesen Bedrohungen wirkungsvoll zu begegnen, erklärt Selen. Eine engere Vernetzung der Fähigkeiten über klassische Strafverfolgungsbehörden hinaus – bis hin zu Unternehmen, der Industrie und gesellschaftlichen Gruppen – ist essenziell, um der langfristigen Gefahr standzuhalten.
BKA-Präsident Holger Münch fügt hinzu, dass die Rahmenbedingungen für Behörden verbessert werden müssen, um effizient arbeiten zu können. Dabei gehe es nicht darum, mit den Gehältern großer Konzerne wie Microsoft zu konkurrieren, sondern darum, den Mitarbeitern ein sinnerfülltes Arbeitsumfeld zu bieten.
Ein erfolgreiches Konzept für Cybersicherheit hängt davon ab, dass die Mitarbeiter mit Zufriedenheit und einem Sinn für die Wichtigkeit ihrer Aufgaben nach Hause gehen.

