Commerzbank setzt ambitionierte Gewinnziele im Wettkampf mit Unicredit

Die Commerzbank setzt sich im Konkurrenzkampf um Marktanteile gegen die italienische Bank Unicredit hohe Ziele für 2026 und darüber hinaus. So plant das Frankfurter Unternehmen, seinen Gewinn die bisherige Zielmarke von 3,2 Milliarden Euro übertreffen zu lassen. Die Analystengemeinde hatte bereits optimistischere Schätzungen im Auge, doch nun soll das Ergebnis bis 2028 auf 4,2 Milliarden Euro wachsen.
Um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, setzt Vorstandschefin Bettina Orlopp auf eine zweigleisige Strategie: Die Einnahmen sollen gesteigert und die Ausgaben strikt kontrolliert werden. Der Zinsüberschuss wird voraussichtlich von zuletzt 8,2 Milliarden auf 8,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr steigen. Auch der Provisionsüberschuss soll bis 2026 um sieben Prozent erhöht werden.
Bei den Kosten plant die Commerzbank, diese nur noch 54 Prozent der Erträge ausmachen zu lassen. Im letzten Jahr lag diese Quote noch bei 57 Prozent. Das Jahr 2025 schloss die Commerzbank trotz beträchtlicher Ausgaben für die Umstrukturierung des Personalwesens mit einem Gewinn von 2,6 Milliarden Euro ab, nur knapp darunter lag ihr bisheriger Rekordgewinn von 2024, der um etwa zwei Prozent höher war.
Anleger dürfen sich zudem auf eine Dividendenzahlung von 1,10 Euro je Aktie freuen. Darüber hinaus plant die Bank, Aktien im Wert von bis zu 540 Millionen Euro zurückzukaufen.

