Chinesische Autohäuser verstärken Präsenz auf der IAA in München
Die diesjährige Internationale Automobilausstellung (IAA) in München steht unter dem Zeichen der Expansion und Überraschung. Eine beeindruckende Zahl chinesischer Hersteller wird auf der Messe erwartet, was eine 40-prozentige Zunahme im Vergleich zur IAA 2023 bedeutet. Diese Entwicklung wurde vom Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Messe München bekannt gegeben. Insgesamt sollen mehr als 700 Aussteller die Bühne betreten, wobei etwa 30 davon reine Automobilhersteller sind – ein Anstieg von rund einem Drittel gegenüber vor zwei Jahren. Erstmals werden mehrere chinesische Unternehmen ihre Innovationskraft zeigen, während die koreanischen Giganten Kia und Hyundai nach einer Pause zurückkehren.
Im Gegensatz dazu fehlt ein bemerkenswerter Name: Tesla, der Elektropionier aus den USA. Da die Messe, inzwischen unter dem Namen "IAA Mobility" bekannt, nicht mehr ausschließlich auf Automobilherstellung fokussiert ist, sind auch die Deutsche Bahn, die Fahrradbranche und weitere branchenfremde Aussteller zugegen. Im Rahmen einer Exportoffensive suchen chinesische Autohersteller durch die Messeaktivität in der Münchner Innenstadt ihre Chancen in Europa. Sie zeigen Substanz und Strategie, was durch BYDs umfassende Buchung von 15 Testwagenplätzen eindrucksvoll demonstriert wird. Diese steigende Beteiligung läuft parallel zu den Absatzeinbrüchen, mit denen deutsche Hersteller in China konfrontiert sind.
VDA-Geschäftsführer Jürgen Mindel versichert, dass Deutschland auf der IAA "ein Signal der Stärke und Zuversicht" senden werde. Die Besucher erwartet eine innovative Schau mit 231 Testfahrmodellen, zumeist Elektroautos, einige Hybridmodelle, jedoch keine mit traditionellem Verbrennungsmotor. Die Messe erfährt dadurch bei den Herstellern wiedermal wachsende Anerkennung, trotz vereinzelten Protesten von Umweltgruppen und vergangener Zweifel an der Veranstaltung. Mindel hob stolz hervor, dass der Umschwung Richtung München die IAA-Anziehungskraft gesteigert hat, was auf eine anhaltende Fortsetzung der Erfolgsgeschichte in Bayern hoffen lässt – obwohl eine offizielle Ankündigung noch aussteht.

