Chinas KI-Offensive: Alibaba erhöht Investitionen und setzt US-Chipgiganten unter Druck
Chinas führendes Technologieunternehmen Alibaba intensiviert seine Bemühungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und heizt damit den Wettbewerb zu US-Chipriesen wie Nvidia weiter an. Überraschend verkündete Eddie Wu, CEO der Alibaba-Gruppe, dass das Unternehmen sein KI-Budget auf über 53 Milliarden Dollar erhöhen wird – eine deutliche Aufstockung gegenüber den ursprünglich im Februar angekündigten Investitionen. Diese Finanzspritze unterstreicht die Strategie von Alibaba, massiv in die Entwicklung von KI zu investieren, einer Technologie, die die US-Aktienmärkte in große Höhen geführt hat.
Erst kürzlich hatte Nvidia Pläne offenbart, bis zu 100 Milliarden Dollar in den ChatGPT-Betreiber OpenAI zu stecken. Der globale KI-Boom beschert sowohl den amerikanischen als auch den chinesischen Technologiegiganten erheblichen Auftrieb, wobei Alibabas Erhöhung der Mittel auf weiteren Expansionsdrang hindeutet. „Wir treiben aktiv eine dreijährige KI-Infrastrukturinitiative im Umfang von 380 Milliarden Yuan voran“, so Wu auf der jährlichen Technologiekonferenz von Alibaba Cloud.
Er sieht weltweit ein Investitionsvolumen von 4 Billionen Dollar in KI in den kommenden fünf Jahren - ein Wettrennen, dem sich Alibaba stellen müsse, um nicht den Anschluss zu verlieren. Unterdessen verzeichnen die Alibaba-Aktien einen Aufschwung und haben sich in diesem Jahr nahezu verdoppelt. Dazu trug die Rückkehr von Mitgründer Jack Ma in die Unternehmensführung und die entschiedene Fokussierung auf eine „AI first“-Strategie bei. Diese optimistische Marktstimmung wird zusätzlich durch den jüngsten Aktienkauf von Cathie Woods Ark Investment Management beflügelt, das erste Mal seit vier Jahren.

