Investmentweek

Chinas Börsen erreichen neues Zwei-Jahres-Hoch – Japan kämpft mit Verlusten

09. Oktober 2024, 18:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Mit einem neuen Reformprogramm treibt die chinesische Regierung die Aktienmärkte an, während in Japan ein starker Yen und schwache US-Vorgaben für Rückschläge sorgen.

Chinas Aktienmärkte legen kräftig zu. Der Shanghai Composite stieg am ersten Handelstag nach der Feiertagswoche um 5,6 Prozent, während der CSI 300, der die größten Unternehmen aus Shanghai und Shenzhen vereint, sogar um 5,9 Prozent auf 4256 Punkte kletterte.

Damit erreichte der Index den höchsten Stand seit Juli 2022. Der Grund: Die chinesische Regierung kündigte ein neues Reformprogramm an, das die Wirtschaft stützen soll.

Kleinunternehmen sollen stärker gefördert werden, Sonderanleihen ausgegeben und der Immobilienmarkt stabilisiert werden. Diese Maßnahmen, gepaart mit den bereits in der letzten Woche angekündigten Konjunkturhilfen, sorgten für einen neuen Schub an den Festlandbörsen.

„Die Märkte sind deutlich optimistischer geworden, aber es bleibt abzuwarten, wie stark die tatsächlichen Effekte sein werden“, kommentierte ein Händler aus Shanghai.

Optimismus nicht überall zu spüren

Während die Festlandbörsen zulegen, ging es für Hongkongs Hang Seng Index abwärts. Nach einem Anstieg während der chinesischen Feiertage fiel der Index am Handelsschluss um 9,4 Prozent. Gewinnmitnahmen, nachdem der Hang Seng zuvor neun Prozent zugelegt hatte, sorgten für Druck.

„In Hongkong haben wir es mit einem klassischen Fall von ‚erst rauf, dann runter‘ zu tun“, erklärte Gary Ng, Ökonom bei Natixis.

Auch an den Festlandbörsen war nicht alles Gold, was glänzt. Der CSI 300 hatte im Handelsverlauf zeitweise sogar um 10,8 Prozent zugelegt, gab dann aber einen Teil der Gewinne wieder ab.

Der Shanghai Composite stieg um 5,6 Prozent – der höchste Stand seit zwei Jahren.

Das lag auch an der Pressekonferenz von Zheng Shanjie, dem Vorsitzenden der staatlichen Planungsbehörde, der kaum Details zu den neuen Maßnahmen lieferte. Die Anleger hatten sich konkretere Informationen erhofft.

Luxushersteller unter Druck

Die Unsicherheit in China drückte auch auf europäische Luxusaktien. China ist ein zentraler Absatzmarkt für Luxusgüter, doch trotz der Konjunkturmaßnahmen glauben viele Analysten, dass die Nachfrage nach Luxusprodukten vorerst verhalten bleibt.

LVMH, der Mutterkonzern von Louis Vuitton und Dior, verlor im frühen Handel rund vier Prozent, Kering, zu dem Gucci gehört, gab um fünf Prozent nach. Analysten wie Adam Cochran von der Deutschen Bank sehen ein „erhebliches Risiko“, dass die Branche langsamer wachsen wird.

Während China von den angekündigten Reformen profitiert, herrscht in Japan und Hongkong Vorsicht vor.

Japan leidet unter starkem Yen

In Japan zeichnete sich ein anderes Bild ab. Der Nikkei-Index verlor 1,2 Prozent und schloss bei 38.907 Punkten, der Topix gab um 1,5 Prozent auf 2699 Punkte nach. Neben schwachen Vorgaben aus den USA belastete vor allem der starke Yen die Stimmung.

Ein stärkerer Yen verringert den Wert der im Ausland erzielten Gewinne japanischer Exporteure, wenn diese nach Japan zurückgeführt werden.

Unter den größten Verlierern war Toyota, dessen Aktien um drei Prozent nachgaben. Auch Sony und SoftBank verzeichneten deutliche Verluste.

„Nach der dreitägigen Rally haben viele Investoren ihre Gewinne mitgenommen“, erklärte Naoki Fujiwara von Shinkin Asset Management.

Der Markt bleibt unsicher, zumal die US-Märkte weiterhin unruhig sind.

Finanzen / Börse
[InvestmentWeek] · 09.10.2024 · 18:00 Uhr
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