China intensiviert Militärmanöver – Spannungen um Taiwan verschärfen sich
Inmitten steigender diplomatischer Spannungen setzt China seine umfassenden Militärübungen rund um die Inselrepublik Taiwan fort. Laut Angaben der chinesischen Volksbefreiungsarmee standen präzise Angriffsmanöver und koordinierte Blockaden im Fokus der Übungen, die im zentralen und südlichen Teil der Taiwanstraße abgehalten wurden. Oberst Shi Yi vom Ost-Kommando teilte mit, dass diese Operationen wichtige Ziele ins Visier nehmen und künftig intensiviert werden sollen.
Interessanterweise trägt die aktuelle Übung den Namen "Meerengen-Donner -2025A", was auf eine mögliche Wiederholung in naher Zukunft hinweist. In den vergangenen Jahren hatte die Volksbefreiungsarmee vergleichbare Manöver unter den Titeln "Gemeinsames Schwert-2024A" und "Gemeinsames Schwert-2024B" durchgeführt, was auf eine kontinuierliche Eskalation der Militärpräsenz um Taiwan hindeutet.
Bereits am Vortag war bekannt geworden, dass Peking sowohl seine Luftwaffe, als auch die Marine und Raketeneinheiten in den Einsatz rund um Taiwan geschickt hatte. Das taiwanesische Verteidigungsministerium meldete die Sichtung zahlreicher chinesischer Militärflugzeuge und einer maritimen Präsenz von 21 Kriegsschiffen, darunter der Flugzeugträger "Shangdong", sowie vier Küstenwachschiffen in der Nähe der Insel.
Diese Übungen erhöhen den Druck auf die demokratisch regierte Insel mit seinen über 23 Millionen Einwohnern erheblich. China betrachtet Taiwan weiterhin als Teil seines Territoriums und droht mit militärischen Maßnahmen, falls sich eine friedliche Integration nicht realisieren lässt.
In Taiwan regiert seit 2016 die Demokratische Fortschrittspartei, die von Peking als separatistisch eingestuft wird. Dies liegt daran, dass die Partei die Unabhängigkeit Taiwans in ihrem politischen Programm hat. Präsident Lai Ching-te betonte, dass keine formale Erklärung der Unabhängigkeit notwendig sei, da Taiwan bereits ein souveränes Land sei.
Peking nutzt das Manöver nach eigenen Angaben als Machtdemonstration und als direkte Warnung an die Unabhängigkeitskräfte Taiwans. Dies hatte der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun, zuletzt betont. Die taiwanesische Regierung zeigt sich indessen besorgt und verurteilte das Manöver scharf.

