China drängt auf Dialog statt Konfrontation im Handelskonflikt
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat der chinesische Vize-Ministerpräsident He Lifeng zu einem intensiveren Dialog zwischen China und den USA aufgerufen, um die Handelsstreitigkeiten beider Länder zu entschärfen. Er betonte, die Beziehungen seien im vergangenen Jahr durch ein stetes Auf und Ab geprägt gewesen. Seiner Meinung nach sollten Differenzen nicht durch Konfrontation, sondern durch konstruktive Beratungen gelöst werden.
China verstehe sich als Handelspartner der internationalen Gemeinschaft und sehe sich nicht als Konkurrent an, so He. In seiner Rede verwies er auf die zunehmenden Herausforderungen für das multilaterale Handelssystem, das durch einseitige Praktiken und Handelsabkommen mancher Länder bedroht werde. Auch wenn He keine spezifischen Länder benannte, kritisierte er implizit solche Maßnahmen, die gegen die Regeln der Welthandelsorganisation verstoßen.
In der Vergangenheit hat China mehrfach Sanktionen aus der EU und Zölle der USA als einseitige Maßnahmen angeprangert. He Lifeng, als enger Vertrauter von Staats- und Parteichef Xi Jinping bekannt, leitete die chinesische Delegation in den jüngsten Verhandlungen mit den USA über Zollfragen.

