Chaos im Eurotunnel: Stromausfall legt Zugverkehr lahm

Ein unerwartetes Drama dehnte sich am Tag vor dem Jahreswechsel unter dem Ärmelkanal aus, als ein Stromausfall den Zugbetrieb zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland nahezu vollständig zum Erliegen brachte. Tausende von Reisenden, die sich auf reibungslose Verbindungen zu Feierlichkeiten freuten, sahen sich stattdessen mit einer plötzlichen Zwangspause konfrontiert. Doch ihre Silvesterpläne fielen letztlich sprichwörtlich aus der Bahn.
Die Ursache des Übels bildete eine unterbrochene Stromversorgung im Eurotunnel, die den Betrieb stark einschränkte. Ein Autozug blieb im Tunnel stecken, was den Betreiber Eurostar dazu zwang, sämtliche Verbindungen auf Eis zu legen. Diese Entscheidung geschah zum Leidwesen der Passagiere, die nun nach Alternativen suchen mussten. Zwar kündigte der Autozug-Betreiber Le Shuttle an, schrittweise ab dem Nachmittag den Betrieb wieder aufnehmen zu wollen, jedoch blieben die Eurostar-Verbindungen weiterhin ungewiss.
Eurostar reagierte mit einem Maßnahmenpaket, um den Unmut der Reisenden zu mildern: Betroffene Zuggäste können ihre Fahrten kostenfrei umbuchen, Wertgutscheine erhalten oder sich den Fahrpreis erstatten lassen. Doch der versuchte Ausgleich erschien für jene, die vergeblich nach Flugtickets suchten, lediglich als schwacher Trost.
Im Verlauf des Morgens häuften sich die Unannehmlichkeiten. Auf der Webseite von Eurostar wurden Verbindungen abwechselnd als geplant oder nur leicht verspätet angezeigt, bevor fast alle Züge schließlich komplett gestrichen wurden. Zusätzlich verlagerten sich dieselben Szenen zu den Bahnhöfen London St. Pancras und Paris Gare du Nord, wo sich Hunderte gestrandeter Passagiere sammelten. Während der britische Bahnbetreiber LNER Unterstützung anbot, um Fahrgäste kostenlos nach Hause zu befördern, stockte auch in Frankreich der Verkehrsfluss.

